Abfallgebühren im Landkreis FFB sinken - Freudige Überraschung für 91 960 Haushalte und 5 460 Gewerbetreibende

Ab 2012 werden die Abfallgebühren im Landkreis um durchschnittlich 11 Prozent sinken. Foto: Dieter Metzler

91.960 Haushalte und 5.460 Gewerbebetriebe im Landkreis dürfen sich freuen: Die Abfallgebühren (Grund- und Leistungsgebühren) sollen zum 1. Januar 2012 um elf Prozent gesenkt werden. Das wird Landrat Thomas Karmasin den zuständigen Kreisgremien empfehlen. Nach 2002 und 2008 wäre dies bereits die dritte Gebührensenkung.

19 Millionen Euro hat der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises (AWB) im zurückliegenden Kalkulationszeitraum von 2008 bis 2011 erwirtschaftet, teilte Herbert Britzelmair, Leiter des AWB, bei einem Pressegespräch am 27. Mai mit. Im Vergleich mit den Nachbarlandkreisen liegen die hiesigen Abfallgebühren trotz der Gebührensenkung und verbesserter Serviceleistungen wie dem Holsystem für Altpapier und verlängerter Samstagsöffnungszeiten an den großen Wertstoffhöfen weiterhin unter dem Durchschnitt, informierte Britzelmair. Der AWB arbeitet als kommunaler Eigenbetrieb kostendeckend; erwirtschaftete Überschusse kommen in voller Höhe stets im nächsten Kalkulationszeitraum allen Bürgern, Betrieben und öffentlichen Einrichtungen zugute. „Das führt dazu, dass wir nur noch etwa 65 Prozent über die Gebühren erwirtschaften müssen“, erklärte Britzelmair. Vorgesehen ist eine Senkung der jährlichen Haushaltsgrundgebühr von bisher 57 Euro auf 51 Euro und eine Senkung der jährlichen Gewerbegrundgebühreneinheit von bisher 81 Euro auf 72 Euro. So soll die Gebühr für eine 60-Liter-Tonne von 85 Euro auf 76 Euro und die Gebühr für eine 120-Liter-Tonne von 169 Euro auf 151 Euro im Jahr sinken. Wer seine Bioabfälle im eigenen Garten kompostiert, wird in den genannten Beispielen für seine Tonne künftig jährlich nur 61 Euro bzw. 121 Euro zahlen. Inbegriffen in die Gebühr ist auch die Nutzung einer Papiertonne. Sperrmüll, Gartenabfälle und andere Wertstoffe können ohne Zahlung einer Extra-Gebühr an den großen Wertstoffhöfen und Gartenabfallsammelstellen abgegeben werden. Nach dem Streit im Jahre 2008 mit der blauen Tonne zur Entsorgung von Altpapier droht dem Landkreis nun ein neuer Konkurrenzkampf, teilte Landrat Thomas Karmasin mit. Nach dem geplanten neuen Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW-/AbfG) soll auch privaten Unternehmen nun die Möglichkeit eingeräumt werden, Wertstoffe einzusammeln und zu vermarkten. Der AWB hat sich vorbereitet und wird diesmal rechtzeitig eine eigene Wertstofftonne präsentieren. Das habe man bereits bei der Kalkulation für die Jahre 2012 bis 2015 berücksichtigt. Eine Anhebung der Gebühren sei deswegen aber nicht zu befürchten, stellte Karmasin klar.

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