Abpfiff für FIFA-Referee Dr. Helmut Fleischer - Der Oberfeldarzt der Bundeswehr wechselt nach Phoenix/Arizona

Abpfiff für FIFA-Referee Dr. Helmut Fleischer: Am Karsamstag leitete der für den SV Hallstadt pfeifende Unparteiische mit der Bundesliga-Begegnung VfB Stuttgart - Borussia Mönchengladbach sein letztes Bundesligaspiel. Der am 22. März 46 Jahre alt gewordene Oberfeldarzt der Bundeswehr beendet damit ein Jahr früher als es die Altersgrenze des DFB vorsieht, seine Schiedsrichterkarriere. Der Berufsoffizier und Facharzt für Orthopädie, der seit einigen Jahren beim Flugmedizinischen Institut der Luftwaffe im Brucker Fliegerhorst seinen Dienst versieht, wurde nach Phoenix/Arizona in die USA versetzt. In den nächsten drei Jahren setzt er dort seine berufliche Karriere als Fliegerarzt für die in Phönix stationierten Bundeswehr-Piloten fort.

Im Jahre 2009 leitete Fleischer das DFB-Pokalfinale in Berlin und sein erstes Champions-League-Spiel als FIFA-Referee vor 90.000 Zuschauern im Nou-Camp-Stadion von Barcelona. „Das waren die absoluten Highlights“, schwärmte der gebürtige Bamberger rückblickend über seine eindrucksvolle Schiedsrichterkarriere. Auf 174 Bundesliga-, 107 Zweitliga-Spiele, 20 Europacup-Spiele, drei A-Länderspiele, die Leitung des Endspiels der südkoreanischen K-League 2004 sowie Einsätze bei den Junioren-Europameisterschaften der U18 in Finnland 2001 und der U16 in Israel im Jahre 2000 kann Fleischer zurückblicken. „Früher war der Konkurrenzkampf härter, da mussten aus der Bundesliga am Saisonende immer drei Schiedsrichter absteigen, egal, ob sie schlecht waren oder nicht. Inzwischen muss keiner mehr zwanghaft absteigen, wenn er einen guten Schnitt erreicht. Durch die Altersbegrenzung werden immer wieder Plätze frei. Das hat der DFB gut gelöst“, meinte Fleischer, der sich auf seine neue berufliche Herausforderung freut und deshalb mit einem lachenden und einem weinenden Auge die Pfeife ein Jahr früher, als er ohnehin müsste, an den Nagel hängt. Seine neue berufliche Verwendung bezeichnet Fleischer als Traumjob. Die Zusammenarbeit mit den jungen in der Ausbildung stehenden Piloten stelle er sich spannend vor, dazu wollte er schon immer Erfahrungen im englischsprachigen Ausland sammeln und nicht zuletzt sei er ein Schönwetter-Fanatiker. Eine seiner ersten Aktivitäten in Arizona wird sein, sich um eine Dauerkarte für die Heimspiele des Profiteams der Phönix Suns zu bemühen, erzählte Fleischer. Neben dem Fußball habe ihn schon seit der Schulzeit das Basketball-Spiel fasziniert, erklärte der 1,86 Meter große Fleischer dazu.

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