Was lange währt, wird endlich gut

Abschluss der Umbauarbeiten am S-Bahnhof Harthaus (Nord)

Einige Stadträte, Oberbürgermeister Haas und Werkleiter der Stadtwerke Roland Schmid begutachteten das Ergebnis des umgebauten Bahnhofs.
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Einige Stadträte, der zuständige Referent, Oberbürgermeister Andreas Haas und Werkleiter der Stadtwerke Roland Schmid begutachteten das Ergebnis des umgebauten Bahnhofs.
  • Claudia Becker
    VonClaudia Becker
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Germering – Schon im Jahr 2015 wurde darüber diskutiert, den Zugang vom Park-and-Ride-Platz Nord zum S-Bahnsteig Harthaus zu verbessern und die stark frequentierte Bushaltestelle barrierefrei zu gestalten. Nun ist der Umbau vollbracht. Ende Dezember 2021 luden Oberbürgermeister Andreas Haas und Werkleiter der Stadtwerke Roland Schmid zum Vorort-Termin ein.

Die Kante des Bordsteins ist höher und wurde begradigt, sodass der Bus nun gerade an die Haltestelle heranfahren kann und nicht wie bisher in einer Kurve steht – und damit weit weg vom Gehweg. Barrierefrei war das nicht gerade. „Jetzt können auch zwei Busse direkt hintereinander halten“, erklärt Schmid. sei der hohe Bordstein doch lang genug dafür. Und auch am Wartehäuschen habe man gefeilt. „Die Wartehalle wurde saniert und im nächsten Jahr soll noch eine Zweite hinzukommen“, verrät der Werkleiter. Immerhin sollen die Germeringer an der zweitwichtigsten Bushaltestelle der Stadt nicht im Regen stehen gelassen werden.

Eine weitere Neuerung ist die Treppe, die den kleinen Pfad durchs Dickicht ablösen soll. Haben sich die Germeringer doch den kürzesten Weg nach dem Verlassen der S-Bahn gesucht. Und dieser war nicht die eigentliche Treppe, sondern die Abkürzung über einen Trampelpfad.

Durch den erhöhten Bordstein ist ein barrierefreier Einstieg in den Bus nun möglich geworden.

Veränderungen, die den Harthausern direkt aufgefallen sein werden. Und auch Haas ist ein Stein nach der Fertigstellung vom Herzen gefallen. Immerhin sei die Abstimmung mit der Deutschen Bahn, auf deren Grund sich der Harthauser Bahnhof befindet, nicht immer einfach gewesen. Zudem musste man spezielle Planer mit ins Boot holen. Los ging es mit den Bauarbeiten dann Mitte August.

Da die Stadt die Anregungen zu den Änderungen gegeben hat, ist sie auch der Kostenträger. Rund 300.000 Euro hat die Maßnahme gekostet. Auch sind viele Handläufe hinzugekommen, um den Umbau gänzlich barrierefrei zu gestalten. „Wenn man hier fühlt“, sagt Schmid und zeigt auf das Geländer, „bemerkt man auch die Blindenschrift“.

Neuerungen auch am Bahnhof Germering

Aber der Harthauser Bahnhof ist nicht der einzige, der rundum erneuert wurde. Auch am S-Bahnhof Germering-Unterpfaffenhofen hat sich einiges getan. Hier war jedoch die Bahn die treibende Kraft – und demzufolge auch der Geldgeber. Die Neuauflage des „Sofortprogramms Bahnhöfe“ der Deutschen Bahn (DB) und des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) machte es möglich: 130 Bahnhöfe, darunter auch der Germeringer, wurden in Bayern in 2021 renoviert. 320.000 Euro hat man bei uns investiert.

Neu gestaltetet wurde die Unterführung zu den Bahnsteigen, der Bodenbelag ist erneuert worden, im Eingangsbereich dazu auch die Deckenlamellen. Der Durchgang unter den Gleisen wird fortan durch eine LED-Beleuchtung erhellt. Um den Treppenaufgang herum wurde der gläserne Wetterschutz saniert. Erneuert wurde zudem ein Teil des Bahnhofsmobiliars – Informationsvitrinen, Sitzbänke, Streugutbehälter und die Abfalleimer. Zudem wurde das Wegeleitsystem verbessert und die Handläufe und das Geländer am Vorplatz erneuert.

Im Nebengebäude hat man die Fenster und Türen ausgetauscht und Ausbesserungen an der Fassade vorgenommen. Die Bahn investiert mit dem Sofortprogramm bundesweit in kleine als auch mittlere und große Stationen.

Becker

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