Biotop für Wasservögel

Adalbert Grudno sucht mit dem Verein Dachauer Moos nach nutzbaren Flächen

Dr. Adelbert Grudno mit Brille und grünem Tshirt.
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Dr. Adelbert Grudno.
  • vonMaximilian Geiger
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Gröbenzell – Umweltbewusstsein ist nicht erst seit der Friday-for-Future-Bewegung populär. Praktisches Engagement ist aber weiterhin eine Seltenheit. Deswegen will der Gröbenzeller Dr. Adelbert Grudno (60) selber tätig werden und ein Biotop für Wasservögel auf die Beine stellen.

Derzeit sucht er nach einem Areal, das für seine Pläne geeignet ist. Mindestens ein Hektar sollte das Gelände umfassen.

Die Projektidee wurde in Grudnos Garten geboren. Dort entstand im Laufe der Jahre eine Art Minibiotop. Nach und nach fanden sich Libellen, Kröten und Molche ein. „Inzwischen leben dort sogar kleine Fische“, erzählt Grudno, „keine Ahnung, wie die zu uns gefunden haben.“ Büsche und Bäume bieten Vögeln Platz zum Nisten.

Grudno wandte sich an Klaus Schäfer, Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Gröbenzell. Der winkte jedoch schnell ab: In der 20.000-Einwohner-Kommune sind freie Flächen rar, sie zählt zu den Top vier der am dichtesten besiedelten Ortschaften in ganz Deutschland. Schäfer stellte stattdessen den Kontakt zu Robert Rossa her, dem Geschäftsführer des Verein Dachauer Moos (VDM).

Rossa war von der Idee sofort begeistert und versprach, sich umzuhören. Zudem empfahl er, die Presse einzuschalten. „Es gibt immer wieder Erben von landwirtschaftlichen Flächen, die brach liegen oder verpachtet sind. Oft fehlt den neuen Besitzern die Zeit oder die Perspektive, diese Flächen selbständig aufzuwerten“, berichtet der VDM-Chef. Schon mehrfach konnte der gemeinnützige Verein auf diese Weise Areale erwerben oder pachten.

Grudno erklärt dem Kreisboten: „Man braucht drei Dinge: das Land, das Geld und die Zeit. Ich habe die Zeit und die Ideen – und ein wenig Geld.“ Aber eben keine geeignete Fläche. Nun wartet der Naturfreund auf Reaktionen: „Mich drängt nichts. Ich habe Geduld.“

Horst Kramer

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