Rund ums Fahrrad

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Jörg Brand vom ADFC- Kreisverband Fürstenfeldbruck ist selbst ein leidenschaftlicher Fahrradfahrer.

Fürstenfeldbruck – Die Sonne sticht vom Himmel, die Luft flimmert vor Hitze und ab und zu weht ein angenehmes Lüftchen: Es ist Sommer! Auch für Radfahrer ist die Hochsaison in vollem Gange – egal, ob sie mit dem Citybike, Mountainbike oder Rennrad unterwegs sind.

Jörg Brand, Vorstandsmitglied vom ADFC-Kreisverband FFB, gibt wertvolle Informationen und Tipps zur Sicherheit rund um das Thema Rad. Zu den Zielen des ADFC gehört es unter anderem, den Radverkehr zu fördern und mehr Leute auf das Fahrrad zu bringen. Das gilt für Kinder und Senioren, solange diese noch sehr beweglich sind und gut radfahren können. Der ADFC Fürstenfeldbruck setzt sich u.a. dafür ein, dass die Leute schneller, komfortabler und sicherer mit dem Fahrrad zur Arbeit, Schule usw. kommen und dort eine hochwertige Abstellanlage vorfinden. Außerdem gilt es, Maßnahmen zur Radverkehrsförderung wie durchgehende Radrouten, Schaffung von Fahrradstraßen, Öffnung von Einbahnstraßen usw. im Landkreis zu etablieren. 

Jörg Brand bemängelt, dass auf Radfahrer oft zu wenig Rücksicht genommen wird. „Radwege werden leider häufig zugeparkt, so dass die Radler auf Gehwege ausweichen müssen“. Doch auch die Radfahrer sollten auf bestimmte Sicherheitsvorschriften achten: Zum einen empfiehlt es sich, helle Kleidung oder eine Jacke mit reflektierenden Streifen zu tragen. „Besonders, wenn die Leute im Dunkeln fahren“, rät Jörg Brand. Außerdem muss die Beleuchtung funktionieren. Dank moderner LED-Technik an den Scheinwerfern und Rückleuchten brennt das Standlicht weiter und das Rad ist auch dann zu erkennen, wenn es nicht fährt. Das elektronische Standlicht in den Rückleuchten und bei den Frontscheinwerfern gehört inzwischen zum Standard. Insgesamt schreibt die StVZO vor, dass 11 Reflektoren am Rad vorhanden sein sollten. Das A und O im Straßenverkehr ist das sichere Anhalten. Es gilt die goldene Regel: „Immer bremsbereit sein“. 

Deswegen – regelmäßig die Bremsen überprüfen (nicht zu hart und nicht zu weich einstellen) und die Bremsklötze dürfen nicht verschlissen sein und sollen sauber an der Felge anliegen! „Vorgeschrieben sind zwei Bremsen an Vorder- und Hinterrad. Manche Räder haben aber auch drei Bremsen (z.B. eine Rüchktrittsbremse, zwei Bremsen am Lenker)“, erklärt Jörg Brand. Der Kopf sollte durch einen passenden Helm geschützt sein und auch bei nur kurzen Fahrten getragen werden. Beim Fahrradsattel darauf achten, dass er gut passt und bequem ist. Der ADFC- Experte empfiehlt außerdem, das Fahrrad beim Fachhändler zu kaufen, wo Qualität und individuelle Beratung garantiert sind. „Ab 400 bis 500 Euro bekommt man bereits gute Fahrräder mit einer guten Grundaussstattung. Keine No-Names, sondern Marken-Räder kaufen“, sagt er. 

Wichtig für kleine Kinder sei es, dass sie nicht mit Stützrädern fahren, sondern Laufräder benützen. Diese sind sehr sinnvoll, um Gleichgewicht, Motorik und Koordination für das spätere Radfahren zu trainieren. Kinder bis acht Jahren müssen, Kinder zwischen acht und zehn Jahren dürfen nach den neuen Bestimmungen mit ihren Fahrrädern auf Gehwegen fahren. Erst ab der vierten Klasse dürfen Kinder offiziell zur Schule radeln. Außerdem weist Jörg Brand darauf hin, dass Erwachsene den Kindern gegenüber eine Vorbildfunktion haben und sich entsprechend rücksichtsvoll verhalten sollten. Abschließend weist Jörg Brand darauf hin, dass Radfahrer ihr „Recht“ auf der Straße wahrnehmen und sich selbstbewusst auf dieser bewegen sollen. „Vor allem als Erwachsener nicht auf Gehwegen radeln, da haben wir als Radfahrer nichts verloren“ (es sei denn die Benutzung ist durch entsprechende Beschilderung frei gegeben). Ein kleiner Tipp zum Schluss: „Die Radfahrer sollten auf der Straße ungefähr da fahren, wo beim Auto die rechten Reifen sind“.

Weitere Informationen gibt es außerdem auch unter: www.adfc-ffb.de.

Nicole Burk

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