Am 4. November sind alle deutschen Agrarminister in München – BBV-Kreisobmann Drexl fordert Planungssicherheit 

Zukunftsperspektiven für die 550 Höfe im Landkreis FFB schaffen

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Für die 550 landwirtschaftlichen Betriebe im Landkreis FFB geht es um den Weg in eine erfolgreiche Zukunft. 

Fürstenfeldbruck –  Am 4. November kommen alle deutschen Agrarminister in München zusammen. Dabei wird nochmals beraten, wie die Beschlüsse zur EU-Agrarpolitik bis 2020 in Deutschland umgesetzt werden. „Wir brauchen jetzt endlich eine Entscheidung für eine praxistaugliche Agrarpolitik“, fordert Johann Drexl, Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes Fürstenfeldbruck.

 „Für die 550 landwirtschaftlichen Betriebe im Landkreis Fürstenfeldbruck geht es um den Weg in eine erfolgreiche Zukunft. Wir brauchen Verlässlichkeit und Planungssicherheit!“

Gerade bei den Betriebsprämien, die im Schnitt rund die Hälfte des Einkommens der Bauernfamilien im Landkreis ausmachen, dürfe es nicht noch mehr Kürzungen geben. Eine Umschichtung in die zweite Säule lehnt Drexl ab: „Wegen der neuen Beschlüsse der EU bekommen wir Bauern künftig rund zehn Prozent weniger. Doch einige Minister wollen allen Landwirten noch einmal 15 Prozent der Betriebsprämie aus der Tasche ziehen und das Geld in andere Projekte stecken.“ Der Bauernverband und Drexl fordern stattdessen die Aufstockung der Gemeinschaftsaufgabe (GAK) um mindestens 200 Millionen Euro im Jahr, um ausreichend Geld für die zweite Säule – z. B. Ausgleichszulage, KULAP, Ökolandbau, Landschaftspflege, Investitionsförderung, ländliche Entwicklung – zur Verfügung zu stellen. Diese Lösung wird auch vom Bayerischen Gemeindetag, dem Bayerischen Landkreistag und den Landschaftspflegeverbänden in Bayern unterstützt.

Auch die Pläne für Verschärfungen und höhere Auflagen als in anderen EU-Ländern müssen nach Meinung von Johann Drexl dringend auf den Prüfstand. „Nationale Alleingänge dürfen nicht dazu führen, dass die bayerischen Bauern am Ende die Angeschmierten sind und das Greening doch zur Stilllegung von landwirtschaftlichen Flächen führt. Brüssel hat eine gute und flexible Lösung gefunden, jetzt müssen Bund und Länder zum Beispiel den Anbau von Zwischenfrüchten und Eiweißpflanzen auf Greening-Flächen ermöglichen.“

Bei den anstehenden Beratungen und der Entscheidung der Agrarminister müssten die Bauernfamilien im Mittelpunkt stehen. „Der Bauernverband steht für sachliche und konstruktive Arbeit. Gemeinsam mit anderen landwirtschaftlichen Organisationen bekräftigen wir deswegen unsere Forderungen für eine praxistaugliche Agrarpolitik“, sagt Johann Drexl an. Mit anderen Vertretern des bäuerlichen Berufsstandes und Verantwortlichen des Bauernverbands soll zum Start der Sonder-AMK ein Forderungskatalog an Landwirtschaftsminister Helmut Brunner übergeben werden. Brunner ist Vorsitzender der Agrarministerkonferenz und Gastgeber in München.

redkb

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