Verkehrsausschuss

Tempo 30-Zonen in Puch und Aich

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Die „Alte Buchenau“ wurde bereits im Dezember 2017 komplett als Zone 30 ausgewiesen.

In den Brucker Ortsteilen Aich und Puch werden großräumig Tempo 30-Zonen eingeführt.

Fürstenfeldbruck – Die verkehrsberuhigenden Maßnahmen gehen auf einen Beschluss des Umwelt- und Verkehrsausschusses aus dem Jahr 2015 zurück.

Vor knapp vier Jahren beschloss der Verkehrsausschuss das Konzept „Verkehrsberuhigung“ für die Große Kreisstadt. Puch, Aich und die „Alte Buchenau“ wurden in diesem Konzept zwar nicht berücksichtigt, aber als noch zu behandelnde Sonderfälle aufgeführt.

Zone 30 spart Vorfahrtgsbeschilderung

Da in den Ortsteilen Puch und Aich sowieso eine Erneuerung der vorhandenen Beschilderung ansteht, entschied der Verkehrsausschuss auf seiner jüngsten Sitzung einstimmig, den alten Beschluss jetzt umzusetzen. So kann die gesamte Vorfahrtsbeschilderung ersatzlos entfernt werden, da in Tempo 30-Zonen generell rechts vor links gilt. Die „Alte Buchenau“ wurde bereits mit Einführung der Buslinie 820 komplett als Zone 30 ausgewiesen, allerdings ist dort die Hauptachse Senserbergstraße – Weidenstraße als vorfahrtsberechtigt ausgeschildert.

Einzelne Sackgassen Ausnahmen

Mit Ausnahme der Straße „Zur Kaisersäule“ und einzelner kleiner Sackgassen wird ganz Puch zur Tempo 30-Zone. Nach Ansicht der Verwaltung stellt die damit einhergehende neue Rechts-vor-links-Vorfahrtsregelung für den Schulbus keine nennenswerte Beeinträchtigung dar, da das Verkehrsaufkommen innerhalb Puchs ohnehin gering wäre. Zudem rechnet man damit, dass sich künftig der Schleichverkehr durch die Langbehnstraße als Abkürzung zwischen B2 und der Staatsstraße 2054 verringern könnte.

In Aich werden mehrere Tempo 30-Zonen eingerichtet. Die Brucker- und die Dorfstraße bleiben als Hauptverkehrsstraße mit Durchgangsverkehr davon ebenso unberührt wie mehrere davon abgehende kleine Seiten- und Stichstraßen.

Mehr Sicherheit, höhere Lebensqualität

Neben der Reduzierung des Schilderwaldes – außer der Vorfahrtsbeschilderung entfallen dann auch die einzelnen Tempo-30-Schilder – versprechen sich die Verkehrsplaner mehr Verkehrssicherheit, eine höhere Lebensqualität für die Anwohner sowie weniger Verwaltungsaufwand und geringere Wartungskosten.

Anwohner und ÖPNV

Der aus Aich stammende Stadtrat Martin Kellerer (CSU) kann mit der Geschwindigkeitsbegrenzung zwar „auch einhergehen“, hegt aber „Zweifel, ob die Anwohner mit der Rechts-vor-links-Regelung einverstanden sind“. Auf Anregung von Gabriele Fröhlich (SPD) sollen die Fahrpläne des ÖPNV entsprechend angepasst werden, da die Busse „in den 30er-Zonen ständig zu schnell fahren.“

Peter Fischer

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