Aktion PIT - Togohilfe e.V. zieht um – Einweihung in Anwesenheit des togoischen Erzbischofs und des Botschafters

Togos Botschafter in Deutschland, Excellence Monsieur E. Comla Paka, (li.) bei seinem Gruß- und Dankeswort für die deutschen Spender und Helfer. Alle Fotos: Günter Schäftlein

Bisher war die Aktion PiT - Togohilfe e.V.“ überwiegend im Stefansberger Privathaus der Familie Kopp zuhause - mit einem Außenlager für Spenden-Großcontainer im FFB-Fliegerhorst. Nun konnte Margret Kopp den so sehr von ihr erwünschten Umzug nach Maisach in die alte Post, Hauptstraße 1, bekanntgeben. Was durch das finanzielle Entgegenkommen der vermietenden Familie Dobner - und durch den Einsatz von Ex-Bürgermeister Gerhard Landgraf - zum 1. September ermöglicht wurde und mit der Verpflichtung einer Renovierungsübernahme verbunden war.

Dank der Mithilfe der 16 Vereinsmitglieder - „klein aber fein und sehr effektiv!“ - konnte letzterer Teil jetzt soweit abgeschlossen werden, dass der anwesende emeritierte togoische Erzbischof Mgr. Philippe Kpodzro die Einweihung der Räume übernehmen konnte. Da man beim „Verein Aktion PiT - Togohilfe e.V.“ mit sehr spitzem Bleistift rechnet - was den Umsorgten in der ehemaligen deutschen Kolonie zugute kommt - entschloss man sich, von den insgesamt 260 gemieteten Quadratmetern zur Mietunterstützung rund 50 gewerblich unterzuvermieten. Insgesamt wurde mit dem neuen Mietobjekt die Außenstelle im Fliegerhorst FFB mit 10 bis 15 ausgelieferten Spendencontainer für Togo jährlich entbehrlich. Die Vorsitzende Margret Kopp plant, Zug um Zug und mit Bedacht die von ihr weitestgehend allein betriebene Vereinsarbeit innen und außen in jüngere Hände zu geben: „Ich bin jetzt 60 und denke an die Zukunft des Vereins.“ Bereits 1982 stellte sie ihre Arbeitskraft auch für die noch unter Alfons Goppel 1980 gegründete Togohilfe zur Verfügung und übernahm mit dem 1. Jan. 2008 in eigener Zuständigkeit den PiT-Komplex von der Goppelstiftung. Sie wollte insbesondere für Kinder und Jugendliche in Togo konkrete Aufbauhilfe in Schul- und Berufsausbildung schaffen. Daraus entstanden alleine zehn Schul- und Kindergartenpartnerschaften im Lkr Fürstenfeldbruck und rund 500 Kinder-Patenschaften bundesweit. In den nun eingerichteten Laden-, Büro- und Lagerräumen in der Maisacher Hauptstraße 1 ist im vorderen Teil zunächst ein kleiner Ladenteil für typische Produkte aus Togo eingerichtet; den bisherigen Handel z.B. mit Togo-Kaffee wird man aber wie bisher auch über das Internet unter dem Label „Togo-Contact“ weiterführen. Der Togohilfe-Bürobereich ist durchgehend besetzt. Die bisher sehr niedrigen Verwaltungskosten der humanitären Togohilfe erhöhen sich nun durch Personal-Kosten, jedoch „nur sehr moderat“, wie Margret Kopp betont. Insgesamt verwaltet die Aktion PiT - Togohilfe e.V. ein beachtliches finanzielles und Sachspenden-Aufkommen von fast einer Millionen Euro. Erzbischof Mgr. Philippe Kpodzro, der Margret Kopp bei seinem Erstbesuch in München 1996 kennenlernte, dankte beim Pressegespräch allen Gebern in Deutschland und insbesondere im Landkreis Fürstenfeldbruck. Die Verteilung der Mittel ginge von einem eigenständigen Büro in der Hauptstadt Lomé aus. Man versuche, einen möglichst großen Kreis von Familien in den sieben Diözesen zu erreichen. Margret Kopp bestätigte die seriöse Spendenverwaltung vor Ort: „Das ist dort alles transparent und wird rechnerisch vom Erzbischof überwacht.“ Die abendliche Räume-Einweihung vollzog Erzbischof Mgr. Philippe Kpodzro im Beisein des Botschafters der Republik Togo in Deutschland, Excellence Monsieur E. Comla Paka aus Berlin, sowie der stv. Landrätin Gisela Schneid und der Bürgermeister Hans Seidl und Ulrich Schmetz. Mit besonderer Freude präsentierte der Erzbischof bei diesem Akt eine Stola, die ihm der Vorgänger-Papst Johannes Paul II. bei einer Begegnung geschenkt hatte.

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