Stefanie Gerlach aus Eichenau beteiligte sich am Fotowettbewerb "Aktionsjahr Waldnaturschutz" – Anerkennungspreis durch  Behördenleiter Hans-Jürge ...

Anerkennungspreis für Hobbyfotografin aus Eichenau 

+
Hans-Jürgen Gulder, Behördenleiter vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten FFB überreichte der Eichenauer Hobbyfotografin Stefanie Gerlach aus Eichenau den Anerkennungspreis

Fürstenfeldbruck – Auch die 39-jährige Stefanie Gerlach aus Eichenau beteiligte sich an dem Fotowettbewerb. Sie fotografiert für ihr Leben gern und hatte im Mitteilungsblatt der Gemeinde von dem Fotowettbewerb  "Aktionsjahr Waldnaturschutz" gelesen. Mit ihren beiden acht- und fünfjährigen Söhnen machte sich die Hobbyfotografien auf Motivsuche. „Wir waren schon fast wieder auf dem Heimweg, als wir die beiden Schnecken an einem Baumstamm entdeckten“, erzählte sie bei der Preisüberreichung.

Bayerns Wälder sind wertvolle Lebens- und Rückzugsräume für seltene Tier- und Pflanzenarten. Gleichzeitig produzieren sie den nachwachsenden, umweltfreundlichen Rohstoff Holz und sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor - besonders im ländlichen Raum. Den Menschen bieten sie vielfältige Möglichkeiten zur Erholung und sportlichen Betätigung.

Unter dem Motto „Aktionsjahr Waldnaturschutz“ hatte Helmut Brunner, Bayerns Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, das Jahr 2015 zum Aktionsjahr Waldnaturschutz ausgerufen. So hatten die Bürgerinnen und Bürger bei einer Reihe von Veranstaltungen das ganze Jahr über die Möglichkeit, mehr über den verantwortungsvollen Naturschutz im Wald zu erfahren und seine Vielfalt zu erleben. Eine der vielen Aktionen dazu war auch ein landesweiter Fotowettbewerb. Wie sich das Thema „Schützen und Nutzen im Wald“ am besten fotografisch in Szene setzen lässt, das sollten die Hobbyfotografen oder auch Profis im Bild festhalten. Gesucht wurden kreative Schnappschüsse, die zeigen, dass Holznutzung und Naturschutz in Bayern keine Gegensätze sind, sondern sich hervorragend ergänzen.  

 Auch wenn Stefanie Gerlach  aus Eichenau am Ende nicht einen der ersten drei Spitzenplätze belegte, so freute sie sich ungemein über den Anerkennungspreis, den ihr der Behördenleiter vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, der Leitende Forstdirektor Hans-Jürgen Gulder, am 24. November überreichte. Als Überreichungsort der Urkunde hatte Gulder den malerischen und naturnahen Buchenbestand im Wald der Familie Huber bei Holzhausen südlich von Biburg ausgewählt. 

Ziel des Aktionsjahres sei es zum einem auch gewesen, den Waldbesitzern Wege zur besseren Integration von Naturschutzbelangen wie den Erhalt von Biotopbäumen und Belassen von Totholz zur Erhöhung der Artenvielfalt in die reguläre Waldwirtschaft zu vermitteln, sagte Gulder. Zum anderen wollte man bei den Bürgern und Verbänden dafür werben, dass nachhaltig schützen und nützen auf der ganzen Waldfläche möglich sei. Diese Diskussion werde gegenwärtig in den Medien und insbesondere in der urbanen Bevölkerung mit großer Intensität geführt, weil bei den „Stadtmenschen“ Wissen und Verständnis für eine Waldbewirtschaftung oft nicht mehr vorhanden sei. 

Der Wald werde nur noch als Freizeitraum gesehen. Wie die aktuellen Ergebnisse der Bundeswaldinventur für Bayern belegen, werden die Wälder immer naturnäher: Der Anteil der Mischwälder mit heimischen Laubbäumen nimmt zu, ebenso das Baumalter wie auch die Mengen an Totholz. Die Fläche der Nadelbaumbestände nimmt dagegen kontinuierlich ab. Diese erfreulichen Ergebnisse sind auch auf die Wälder im Landkreis Fürstenfeldbruck voll übertragbar, so der Leitende Forstdirektor.

 Dieter Metzler

 

Meistgelesen

80-Jähriger stirbt an Unfallstelle
80-Jähriger stirbt an Unfallstelle
Menschenkette gegen Fremdenhass
Menschenkette gegen Fremdenhass
100-Quadratmeter-Feuer nahe den Gleisen
100-Quadratmeter-Feuer nahe den Gleisen
Zwei Kandidaten haben es geschafft
Zwei Kandidaten haben es geschafft

Kommentare