Im Wettkampf mit den Windböen

Alleine gegen den Wind: 200 Teilnehmer bei Hardy´s virtuellem Stadtlauf

Ein Screenshot von einer Karte, die jemand gelaufen ist.
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Jeder Läufer durfte sich seine Route selbst aussuchen. Die App teilte anschließend mit, ob und wann man die ausgewählte Kilometerzahl erreicht hat.

Landkreis - Die kabellosen Kopfhörer verschwinden in der Ohrmuschel, das Stirnband hastig darüber gestülpt und ein letzter Blick aufs Handy. Um Punkt 12 Uhr ging es los für die 200 Läufer des diesjährigen virtuellen Hardy´s Stadtlauf. Diesmal allerdings jeder für sich und doch alle zusammen. Neben der körperlichen Fitness mussten die Läufer in Fürstenfeldbruck vor allem gegen eines kämpfen: starke Windböen. Denn diesen konnte am 3. Oktober kein Teilnehmer davon laufen.

Es ist nicht das erste Mal, dass nicht die besten Wetterbedingungen bei den Stadtläufen in Fürstenfeldbruck oder auch in Landsberg, wo ebenfalls ein Stadtlauf veranstaltet wird, vorherrschen. Das wissen die Läufer, aber nicht zuletzt auch die Veranstalter. „Vor zwei Jahren hatten wir extreme Hitze und im letzten Jahr sogar ein Unwetter“, erzählt Eventmanagerin bei Hardys-Freizeit Ramona Schmette auf Nachfrage. Je nachdem wie stark das Lüftchen weht, hätte das aber auch so seine Vorteile für die Läufer. „Die Lauftemperatur war dadurch sehr angenehm, was sich schlussendlich auch auf den Kreislauf auswirkt“, erklärt sie.

Rückmeldungen waren überwiegend positiv

Die Mehrheit der Läufer wären mit dem diesjährigen Corona-Ausweichprogramm zufrieden, teilt Schmette mit. Schließlich sollte der virtuelle Stadtlauf lediglich als Ersatz herhalten, nachdem viele Veranstaltungen in diesem Jahr coronabedingt ausfallen mussten. Deshalb fällt er auch nicht die Wertung als fünfter Stadtlauf in der Kreisstadt, der eigentlich in diesem Jahr hätte stattfinden sollen. Nachdem sich die Läufer über eine App angemeldet haben, können sie hier ihre Zeiten, ihren Laufweg sowie andere Teilnehmer „im Blick“ behalten und sich gegebenenfalls einen Wettkampf liefern. „Wir haben 95 Prozent positive Rückmeldungen zu der App bekommen“, sagt Schmette. Lediglich ein oder zwei Teilnehmer hätten wohl Probleme bei der Erfassung der Laufdauer und Strecken gehabt – was jedoch wohl auf Kompatibilitätsprobleme zwischen App und Betriebssystem des Handys zurückzuführen sei.

Benefizlauf der Bürgerstiftung auf das nächste Jahr verschoben

Während bei dem traditionellen Stadtlauf rund acht Monate Planung – unter anderem die Suche nach Kooperationspartnern, Plakatwerbung und -Gestaltung – auf die Veranstalter zukommen, konnte der virtuelle Ableger innerhalb von vier Wochen auf die Beine gestellt werden. Dennoch ärgerlich: Zusammen mit der Bürgerstiftung für den Landkreis wäre im Juli diesen Jahres der Benefizlauf geplant gewesen. Dieser soll nun stattdessen in der ersten Juliwoche des nächsten Jahres nachgeholt werden. Ramona Schmette ist dennoch mit dem Ergebnis zufrieden: „Es war ein guter Ersatz für die Läufer. Wir haben sehr positives Feedback von den Teilnehmern bekommen und freuen uns auf nächstes Jahr.“ Und eine weitere interessante Entwicklung zeigte sich ebenfalls. „In diesem Jahr haben sich auch Läufer herangetraut, die bei anderen Stadtläufen vermutlich nicht mitgelaufen wären.“

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