Drohende Insolvenz

SC Fürstenfeldbruck vorerst gerettet

+
Rettung in letzter Minute: Oberbürgermeister Erich Raff (links) und SCF-Präsident Jakob Ettner (rechts)

Aufatmen beim Fußballverein SC Fürstenfeldbruck. In allerletzter Minute konnte die drohende Insolvenz vorläufig abgewendet werden.

Fürstenfeldbruck - Die zur Abwendung der Verfahrenseröffnung vom vorläufigen Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Oliver Schartl, geforderte notwendige Summe von 100.000 Euro hat der Verein gerade noch rechtzeitig vor Ablauf der gesetzten Frist aufgebracht.

Zwei unbekannte Retter

So hat SCF-Präsident Jakob Ettner in den vergangenen Wochen durch einen vom ihm initiierten Sponsorenpool 50.000 Euro zusammengebracht. Weitere 30.000 Euro haben zwei Personen, die Ettner nicht preisgab, in den Verein eingebracht. Hier hält sich allerdings hartnäckig das Gerücht, dass es sich bei diesen Personen um Ettner selbst und die Vizepräsidentin Ursula Valier handelt. Den Ausschlag, dass das Insolvenzverfahren nicht eröffnet wird, gab zuletzt ein von der Stadt gewährtes Darlehen in Höhe von 30.000 Euro. Oberbürgermeister Erich Raff, dem das Schicksal des Brucker Sportclubs nicht gleichgültig ist, geht mit den 30.000 Euro in Vorleistung für die kommenden drei Jahre zur Aufrechterhaltung des Klosterstadions, das vom Verein verwaltet wird.

51 private Spender

Die von Ehrenpräsident Albrecht Huber und dem zurückgetretenen Ehrenpräsident Hans Hahn, sowie den Brucker Stadträten Karl Danke (BBV) und Markus Droth (CSU), ins Leben gerufene Initiative „Rettet-den-SCF“ führte darüber hinaus zu einem Spendenaufkommen von 3.710 Euro, die insgesamt 51 private Spender auf das Konto des Insolvenzverwalters überwiesen. Sie erhalten nun nachträglich eine Spendenquittung für ihre Spende, die sie steuerlich absetzen können.

Klassenerhalt nun selbst in der Hand

Für die Bezirksliga-Fußballer des Sportclubs bedeutet die Abwendung des Insolvenzverfahrens, dass sie auf sportlichem Weg, das heißt, mit entsprechender Leistung auf dem grünen Rasen, den Klassenerhalt selbst in der Hand haben. Wäre nämlich das Verfahren eröffnet worden, hätte die Mannschaft von Trainer Michael Westermair zum Ende der Saison in die Kreisliga zwangsabsteigen müssen, egal, auf welchem Tabellenplatz die Mannschaft am letzten Saisonspieltag steht.

Nicht nach Feier zumute

„Ich bin nur noch müde“, sagte SCF-Präsident Jakob Ettner, nachdem die Insolvenz vorläufig gebannt ist. Nach Schadenfreude oder Siegesfreude ist ihm nicht zumute. Was da in den vergangenen Monaten an Lügen und Verleumdungen abgegangen sei, das habe ihm schon sehr wehgetan. „Mir ist jedenfalls nicht nach Feiern zumute nach dieser monatelangen Schlammschlacht.“ Insbesondere, was da am vergangenen Freitagabend bei der Versammlung der Alten Liga abging, dass die Leute so gegen ihn wüteten, das habe ihn geschafft. Er hoffe nur, dass sich die Mitglieder des Vereins von einigen Leuten der Alten Liga distanzieren. Den Termin für die nach der Satzung des Vereins längst überfälligen Jahreshauptversammlung benannte Ettner noch nicht. Jetzt wolle er erst einmal Kräfte sammeln, um mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter in die Gespräche mit den Gläubigern einzutreten. Wenn dann alles in trockenen Tüchern sei, dann werde die Versammlung wohl terminiert.

Dieter Metzler

Auch interessant

Meistgelesen

Blühender Klostergarten führt zum Sieg
Blühender Klostergarten führt zum Sieg
Fledermauskot verzögert Bau des Supermarktes
Fledermauskot verzögert Bau des Supermarktes
Schüler erleben Bäckerberuf hautnah und dürfen Brezen drehen
Schüler erleben Bäckerberuf hautnah und dürfen Brezen drehen
Handwerkskammer berät Handwerker kostenlos
Handwerkskammer berät Handwerker kostenlos

Kommentare