Sonderausstellung

Als die Bilder laufen lernten: »Lichtspiele, Kino und Film im Brucker Land« im Jexhof eröffnet

Die Sonderausstellung „Lichtspiele, Kino und Film im Brucker Land“ im Jexhof wird eröffnet
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Wertvolle Exponate: Alte Kameras mit Filmrollen sowie Kinematographen können im Jexhof bestaunt werden.
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Museumsleiter Reinhard Jakob erinnert an die Geschichte der Kinos und Filme im Brucker Land.
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Filmplakate und Fotos dokumentieren die Entwicklung des einstigen Filmstars Renate Müller.
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Wertvolle Exponate: Alte Kameras mit Filmrollen sowie Kinematographen können im Jexhof bestaunt werden.
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Die Sonderausstellung „Lichtspiele, Kino und Film im Brucker Land“ im Jexhof wird eröffnet

Schöngeising – Vom 18. Juni bis 31. Oktober dreht sich im Bauernhofmuseum Jexhof alles um die Geschichte der bewegten Bilder auf der Leinwand.

Die Ausstellung beleuchtet die Anfänge vom Schaubuden-Guckkasten im 19. Jahrhundert bis hin zur Krise der Kinos in den 60-er Jahren. Eine wichtige Rolle spielen dabei die damit verbundenen Filme und ihren Bezug zur Region.

Anfangs noch Lichtspiel statt Kino

Landrat Thomas Karmasin freute sich am vergangenen Donnerstagabend, die geladenen Ehrengäste aus den Bereichen Kultur, Kreisheimatpflege und Lokalpolitik im Biergarten des Jexhofs zu begrüßen. „Das Schönste daran ist, dass wir uns ohne bildgebendem Verfahren treffen können“, sagte er. Und auch Museumsleiter Reinhard Jakob ließ es sich nicht nehmen, mit roter Glitzerweste und Zylinder seine Eröffnungsrede zu halten: „Wie ein Zirkusdirektor“, erklärte er treffend. Das liege daran, dass in den Anfängen des Films noch von Lichtspielen und nicht von Kino gesprochen wurde. Damals betrachtete man das neue Medium eher als Varieté, das sich erst noch behaupten musste. „Daher der Begriff Lichtspiele.“

Bewegte Bilder schon 1912

Vor dem Siegeszug der Kinos beeindruckten Schaubuden auf Jahrmärkten ihre Besucher mit dreidimensionalen Bildern der Stereoskope. Erst 1896 wurde die Projektion bewegter Bilder mit den Kinematographen der Gebrüder Lumière möglich. Diese fanden zunächst auf Jahrmärkten ihren Platz, bis dafür in den 1920er-Jahren eigene Filmtheater gebaut wurden. Gerade auf dem Land gab es die ersten Filmvorführungen vor allem in Wanderkinos und Wirtshäusern. In Fürstenfeldbruck flimmerten bereits 1912 bewegte Bilder über die Leinwand des Bichlerbräus. „Täglich zwei Filmvorführungen mit wöchentlich wechselndem Programm“, erzählte Landrat Thomas Karmasin. „Erst nach 1945 schossen Kinos wie Pilze aus dem Boden.“

Viele Lichtspielhäuser im Landkreis

Im Landkreis war das eine beachtliche Zahl, wie Reinhard Jakob herausfand. So befand sich das erste Kino in Gernlinden, wie eine Aufnahme von 1925 vom Kinosaalanbau des Anwesens Hornung zeigt. Das Lichtspielhaus in Fürstenfeldbruck existierte bereits vor dem ersten Weltkrieg (1912) und war lange Zeit auch das einzige Kino in der Stadt. Im Herbst 1950 wurden die Amperlichtspiele in der Bullachstraße eröffnet, zwei Jahre später folgten die Mozart-Lichtspiele in der Bismarckstraße. Mit Eröffnung des Capitols in der Pucher Straße 1957 hatte Fürstenfeldbruck insgesamt vier Kinos.

Einblicke in die Welt der Filmemacher

Zudem gewährt die Ausstellung interessante Einblicke in die Welt der Filmemacher und Akteure der Region: Die Drehbuchautoren Franz Stefani und Reinhold Eichacker wirkten in Fürstenfeldbruck und Gröbenzell. In Gräfelfing drehten die Gebrüder Diehl ihre populären Puppentrickfilme und in Inning saß die Produktionsfirma Schonger.
Mit Renate Müller hatte der Brucker Landkreis sogar einen richtigen UFA-Star. Ihre Kindheit verbrachte die Schauspielerin teilweise im Wasserschlössl in Emmering. 1929 wurde sie von Reinhold Schünzel für den Stummfilm „Peter, der Matrose“ vor die Kamera geholt und erlebte fortan einen kometenhaften Aufstieg.

Kurzinfos zur Ausstellung

Die Sonderausstellung ist zu den regulären Zeiten des Museums geöffnet: Dienstag bis Samstag von 13 bis 17 Uhr und Sonn- und Feiertag von 11 bis 18 Uhr. Zur Ausstellung ist ein mehr als 180 Seiten umfassender Begleitband erschienen, der im Museum erworben werden kann. www.jexhof.de
Nicole Burk

Rubriklistenbild: © Nicole Burk

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