Ambulantes Palliativmedizinisches Zentrum FFB

Die Deutsche Krebshilfe hat das Landkreis-Klinikum mit 11 weiteren bundesweiten Modell-Projekten als unterstützungswürdig eingestuft. Die Fördermittel nach Bruck aus Spendenaufkommen betragen 200.000 Euro und beinhalten den Aufbau einer ambulanten Palliativmedizin als „aktive Lebenshilfe“.

Finanziert wird mit diesen Mitteln im Zeitraum von 2 Jahren u.a. eine Ärztinnen- und eine Pflegekraftstelle. Das steht in Zusammenhang mit der inzwischen auf sieben Betten in fünf Zimmern erweiterten Palliativstation, lt. Fördermittel-Vorgabe zum Aufbau eines „richtungsweisenden ambulanten Hospiz- und Palliativdienstes im Landkreis Fürstenfeldbruck“. Die Brucker Station besteht seit dem Frühjahr 2005. Sie wurde durch Chefarzt Prof. Dr. Rolf Eissele initiiert und seither durch seinen Vorgänger Dr. Wolfgang Decker als Vorsitzendem des Fördervereins der Kreisklinik ideell und finanziell unterstützt. Dr. Daniela Frank und Pflegekraft Dagmar Schwab sind für die Beratung zuständig. Dr. Wolfgang Decker als Vorsitzender des Fördervereins der Kreisklinik : „Denn die Medizin hat nicht nur die Aufgabe, Krankheiten zu diagnostizieren und zu heilen, sondern auch, sowohl körperliche wie auch seelische Beschwerden eines kranken Menschen zu lindern und ihn gegebenenfalls bis zu seinem Tod zu begleiten.“ Die personelle Ausstattung der seit dem Oktober 2008 bestehenden ambulanten Palliativ-Beratung wurde mit der Einstellung der in palliativer Betreuung erfahrenen Ärztin Dr. Daniela Frank und der Pflegekraft Dagmar Schwab geregelt. Beide kümmern sich als Team darum, für die in der Mehrzahl im Endstadium befindlichen Tumorerkrankten soweit wie möglich Lebensqualität herzustellen, wobei man sich - wie Dr. Frank anmerkt - bemüht, den Patienten aktiv einzubeziehen, „denn die Menschen werden immer älter und die Krebskrankheiten nehmen zu.“ Aufgabe der ambulante Palliativmedizin ist es, alle an der Versorgung Beteiligten in enger Zusammenarbeit und Kooerdination zu beraten: niedergelassene Haus- und Fachärzte, Notarztgruppe, pflegende Familienangehörige, ambulante Pflegedienste, Pflegeheime, Hospizdienste und die örtlichen Hilfs- und Seelsorgedienste. Ziel des jetzt in Fürstenfeldbruck geschaffenen Projekts ist es, bereits vorhandene Strukturen in der häuslichen und sozialen Versorgung zu unterstützen, damit selbst schwerstkranke Patienten in ihr gewünschtes häusliches Umfeld verbleiben oder zurückkehren können. Ein wichtiger, weiterer Schritt in der ambulanten Palliativversorgung war jetzt die Fahrzeug-Spende - ein Hyundai als Dienstwagen im Wert von rund 9000 Euro - durch die Baldhamer ENR social projects an die Kreisklinik, gestiftet von den Gründern Norbert und Edith Reithmann. Eingefädelt hatten diese Zuwendung Dr. Wolfgang Decker in Verbindung mit Reiner Haupka, Vorstandsmitglied der bundesdeutschen Tafel-Organisation in Süd-Bayern. Die ENR social projects ist bisher insbesondere in der Unterstützung kranker und behinderter Kinder in sog. Dritte-Welt-Ländern aufgetreten.

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