1. Vorsitzender des Zweckverbandes, Allings Bgm. Frederik Röder, verkündete Neuerungen bei der Sitzung

Amperverband ist 2016 stark gefordert

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Allings Bürgermeister Frederik Röder, Vorsitzende des Amperverbandes (AV), sieht große Veränderungen auf den Amperverband zukommen.

Alling – Große Herausforderungen kommen in den nächsten Jahren auf den Amperverband (AV) zu. Das verkündete der erste Vorsitzende des Zweckverbandes, Allings Bürgermeister Frederik Röder, bei der diesjährigen Verbandsversammlung in der Gaststätte Oberer Wirt in Gilching am 16. Dezember. „Um das, was wir in den vergangenen 55 Jahren geschaffen haben, für unsere Kinder zu erhalten, sind weitere Anstrengungen erforderlich.“ Seit mehr als 50 Jahren ist der AV Garant für sauberes Wasser, saubere Natur, Ressourcen- und Umweltschutz, stellte Röder bei seinem Jahresbericht heraus.

 Über das 205 Quadratkilometer große Verbandsgebiet wurden in den vergangenen 50 Jahren mehr als 1.200 Kilometer öffentliche Kanäle gelegt, die es gilt, weiter zu betreiben, zu erhalten, zu sanieren und zu erneuern. „Über 99 Prozent der Bevölkerung sind an unsere Abwasserentsorgung angeschlossen“, stellte Röder heraus. Lag der Schwerpunkt bisher mit drei Millionen Euro beim Neubau und wurden 1,5 Millionen in die Sanierung gesteckt, so sieht die zukünftige Planung 4,5 Millionen Euro für die Sanierung und zwei Millionen im Bereich Neubau vor.

In etwa 20 bis 30 Jahren erreiche das veraltete Kanalnetz ein kritisches Alter, dem müsse man Rechnung tragen. Die Verbandsstruktur werde breiter aufgestellt, teilte Röder mit. So werden die Bereiche Betriebstechnik Abwasser, Kanal und Wasser, flankiert von den verwaltungstechnischen Abteilungen gleichberechtigt nebeneinander stehen und den betrieblichen Kern bilden.

Neu: Referat Netzinfrastruktur

 Mit dem Referat Netzinfrastruktur stößt ein konzeptionell völlig neuer Bereich dazu. Das Sachgebiet Netzstrategie werde sich damit beschäftigen, wann wo welche Maßnahmen mit welchem Material und welchem Verfahren erforderlich sein werden, um sowohl das Trinkwasser- als auch das Abwassernetz auf dem heutigen Standard zu erhalten. Durch die im vergangenen Jahr erfolgte Umstellung der Finanzbuchhaltung von der Kameralistik auf die kaufmännische Buchführung wurde die Basis zu einem weiteren Schritt in der Zusammenführung des AV und des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Ampergruppe (WVA) zu gehen, der vor rund 17 Jahren eingeleitet wurde.

„Zum ersten Januar 2017 werden wir neben der Betriebsführung nun auch die Buchführung des WVA hausintern erledigen können“, teilte Röder mit. Als einen weiteren Meilenstein bezeichnete der AV-Vorsitzende das in der Kläranlage Geiselbullach zum Einsatz kommende SolidStream-Verfahren. Mit der Aufgabe der Trennung von Wasser und Abwasser in Strategie und Service und dem verbundenen Zusammenwachsen der beiden Verbände sei der Wechsel von einer zweckverbandlichen Struktur hin zu einem gemeinsamen Kommunalunternehmen mit den Sparten Wasser und Abwasser nur die logische Konsequenz, meinte Röder. Die Zusammenführung bringe neben einer Verschlankung der Entscheidungswege viele Vorteile mit sich.

Da das Gebäude des Verbandes in der Bahnhofstraße in Eichenau nach 23 Jahren längst zu klein geworden ist und technisch nicht mehr auf dem aktuellen Stand, hat der Verbandsausschuss beschlossen, am Standort der Kläranlage in Geiselbullach das Unternehmen in einem neuen Gebäude zusammenzuführen. Am Ende der Versammlung verabschiedete und würdigte Röder mit Thilo Kopmann, Dr. Richard Müller und Gerhard Landgraf drei langjährige, treue Weggefährten. Der Geschäftsleiter und Technische Leiter, Dipl.-Ing. (FH) Kopmann, wurde Vorstand des gemeinsamen Kommunalunternehmens Ver- und Entsorgung München-Ost, Dr. Richard Müller vom Wasserwirtschaftsamt Freising, der den AV 20 Jahre „betreute“, wechselt ins Umweltministerium, und Maisachs Altbürgermeister Gerhard Landgraf, beendete nach 43 Jahren seine Tätigkeit beim AV.

Dieter Metzler

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