Stichwahl in Gröbenzell

Knapper Stichwahl-Sieg in Gröbenzell

+
Auch Amtsinhaber Martin Schäfer darf in Gröbenzell weitermachen.

Bürgermeisterstichwahl am letzten Sonntag, aber nur rund zwei Drittel (67,95 Prozent) der Gröbenzeller Wahlberechtigten fanden in Corona-Zeiten den Weg zum Briefkasten.

Gröbenzell – Bei der Wahl des ersten Bürgermeisters zwei Wochen zuvor sah es so aus aus: Für Schäfer stimmten 3.659 Wähler, für Kammerl votierten 2.795. Macht nach Adam Riese 864 Stimmen im Direktvergleich mehr. Amt-

inhaber Martin Schäfer (UWG) setzte sich nun im „Finale“ mit 53,82 Prozent gegen Herausforderer Anton Kammerl (CSU / 46,18 Prozent) durch. Denkbar knapp. Gerade einmal 819 Stimmen mehr. Aber es reichte. Für sechs weitere Jahre als Rathauschef, die Schäfer „mit voller Energie“ angehen will, so ließ er es per persönlichem Facebook-Account noch am Wahlabend verkünden. Mit einen demonstrativem Victory-Zeichen, der Geste des Siegers, auf dem geposteten Foto. Der unterlegene CSU-Spitzenkandidat Anton Kammerl zeigte sich als fairer Verlierer. Im Gespräch mit unserer Zeitung sagte der Lokalpolitiker: „Ich möchte mich bei den Gröbenzelllerinnen und Gröbenzellern vielmals für dieses großartige Votum herzlich bedanken. Es war meine erste Bürgermeisterwahl, in der ich mein Wahlziel knapp verfehlt habe. Ich wünsche dem alten und neuen Bürgermeister Martin Schäfer viel Glück, Kraft und Gesundheit für seine kommende Amtszeit.“ Fazit: Der „Alte“ ist auch der „Neue“, die Gröbenzeller haben mehrheitlich auf Weitermachen statt Wechsel gesetzt. Auf Gröbenzell kommen so oder so zwei Schreckgespenste zu: die drohende Rezession und die wegfallenden Gewerbesteuereinnahmen. Beide gilt es zu verscheuchen. Eine große Aufgabe, die wirklich „volle Energie“ benötigen wird. 

so

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kommentare