Schreiner-Innung hat einen neuen Obermeister

Brucker Schreiner-Innung hat einen neuen Obermeister

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Huber Anton Steinbach stellvertender Obermeister, Huber Reinhard Landsberied von Hutter & Huber, Aumüller Johann Obermaier Andreas, Harald Volkwein Kreishandwerksmeister und alter OM, Heike Steinerstauch.

Die Schreiner-Innung Fürstenfeldbruck hat einen neuen Obermeister: Andreas Obermeier aus Hörbach tritt in die Fußstapfen von Harald Volkwein, der dieses Amt 15 Jahre lang innehatte.

Fürstenfeldbruck - Einstimmig wurde Schreinermeister Obermeier von den elf anwesenden Mitgliedern gewählt. Als sein Stellvertreter fungiert weiterhin Anton Huber aus Steinbach. Für den von Obermeier im Vorstand freigewordenen Posten wählten die Mitglieder Elmar Wagner aus Mammendorf wieder ins Gremium. 

Erst im Frühjahr hatte sich Volkwein wieder zum Obermeister wählen lassen. Jetzt, in der Herbstversammlung, gab er sein Amt ab. Das mag überraschend klingen, ist es aber nicht, denn für den 66-Jährigen, der seinen Betrieb in Gröbenzell hat und in Miesbach wohnt, war die Nachfolge im April noch nicht ganz im Trockenen. In seinem Rückblick streifte der Obermeister einige Schwerpunkte seiner Tätigkeit, die in seiner anderthalb Jahrzehnte langen Amtszeit für Aufregung sorgten. 

Ärger über Abwerbung ausgebildeter Fachkräfte

Dazu nannte er beispielsweise die Aufzeichnungspflicht der Ruhe- und Lenkzeiten, die deutschlandweite Einführung des orangen Schreiner-Würfel-Logos, mit dem sich alle Betriebe, Innungen und Landesverbände repräsentieren. Aber auch über die Auseinandersetzung der 64 Innungen in Bayern über die Festlegung der Prüfungsgebühren berichtete Volkwein und darüber, dass nur 144 Betriebe von 3.000 mitmachten beim „Tag des Schreiners“, einer Image-Kampagne, an dem für die Besucher die Möglichkeit bestand, dem Schreiner in der Werkstatt über die Schulter zu schauen. Nach wie vor ein Ärgernis stellt für Volkwein die ständige Abwerbung von ausgebildeten Fachkräften dar. Die Städte und Gemeinden, die nicht selbst ausbilden, holen sich die Arbeitskräfte, die Betriebe können ihre Gesellen kaum halten. Begeistert war Volkwein über den Erfolg der zweitägigen Veranstaltung „Zukunftsforum Schreiner“ im Veranstaltungsforum Fürstenfeld. 

Erhöhung der Aufwandsentschädigung für den Obermeister

Über 600 Schreiner nahmen teil, bereitete Volkwein schon einmal seinen Nachfolger vor, dass dieses Event rund um das Schreiner-Handwerk 2021 wieder in Bruck ausgerichtet wird. Der nach dem Tod von Geschäftsführerin Jutta Sellin als Büroleiter den Betrieb der Kreishandwerkerschaft leitende Franz Höfelsauer teilte den Mitgliedern mit, dass es der Schreinerinnung gut gehe. Einer Erhöhung der Aufwandsentschädigung für den Obermeister von 980 auf 1500 Euro stand somit nichts im Wege. Die letzte Erhöhung datiert aus dem Jahre 2002. Einstimmig beschlossen die Mitglieder auch das Angebot des Landesinnungsverbandes, eine eigene Internetseite einzurichten, anzunehmen. Die Seite kostet lediglich 89 Cent im Monat. Für eine externe Betreuung gibt die Innung nochmals jährlich 1.250 Euro aus. Die einmalige Einrichtung der Webseite kostet 2.100 Euro. Die Summe wird auf die 44 Mitglieder direkt umgelegt. Der Vorteil der Webseite ist, dass sich jeder Betrieb individuell auf der Plattform seine eigene Internetseite einrichten kann.

red

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