Angehörige informieren Angehörige – Seminar zum Thema Schizophrenie

Seit fünf Jahren arbeiten eine Ambulanz und Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Fürstenfeldbruck. Bis 2015 soll im Haeusler-Park eine Vollversorgungsklinik mit vier Stationen und 88 Betten bezogen werden. Im Foto eine Teilansicht der neuen Klinik im Modell. Foto: priv

Schizophrenie ist eine Krankheit, die zu den schwersten chronischen Krankheiten überhaupt zählt. Eine solche Diagnose verändert den Alltag der Kranken sowie der ihrer Angehörigen grundlegend. Das Seminar findet statt am 29. September sowie am 6. Oktober, jeweils von 10 bis 16 Uhr. Veranstaltungsort ist die psychiatrische Tagesklinik Fürstenfeldbruck, Dachauer Straße 33 (in der Kreisklinik). Die Seminar- und Materialkosten betragen 30 Euro. Da die Fortbildung nur einer begrenzten Teilnehmerzahl angeboten werden kann, bitten die Veranstalter um frühzeitige Anmeldung.

Fundiertes und aktuelles Wissen über „Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis“, deren Ursachen und deren Verlauf hilft Angehörigen, sich auf die neue Lebenssituation einzustellen. So können sie den Kranken bestmöglich unterstützen und lernen, sich selber abzugrenzen. Rückfälle werden vermieden. Die Aktionsgemeinschaft der Angehörigen psychisch Kranker, München e.V. (ApK) und die psychiatrische Tagesklinik Fürstenfeldbruck laden deshalb unter dem Titel „Angehörige informieren Angehörige AiA“ zur Intensiv-Fortbildung über die Krankheit Schizophrenie ein. „Analysen früherer AiA -Seminare und viele Studien haben gezeigt, dass gut informierte und selbstsicher gewordene Angehörige Bedeutendes zur Stabilisierung des Kranken beitragen. Krisensituationen werden seltener; die Lebensqualität aller nimmt zu“,bestätigt Oberärztin Stefanie Eikemeier, Leiterin der Klinik in Fürstenfeldbruck. „Aus diesem Grund“, so Eikemeier, „ legen Kliniken und Ärzte immer mehr Wert auf die aktive Mitarbeit der Angehörigen.“ An zwei aufeinanderfolgenden Samstagen informieren zwei speziell ausgebildete ApK-Mitglieder - Maria Ullrich und Inge Brandenburg – und eine Fachärztin über Symptome, Diagnosen, Ursachen, Früherkennung, Therapie und Medikamentation samt Nebenwirkungen. Zudem sprechen und diskutieren sie mit dem TeilnehmerInnen über den Umgang mit den Erkrankten, die Vorboten eines Rückfalls und helfen bei der Erstellung eines persönlichen Krisenplans. Anmeldung und weitere Informationen gibt es bei der ApK München, Landsbergerstr. 135, 80339 München, Telefonnummer: 089-5024673, Email: apk-muenchen@t-online.de, Die Bürozeiten sind Montag bis Donnerstag 9.00 bis 12.30 und Freitag von 10.00 bis 12.00 Uhr. 14 Selbsthilfegruppen für Angehörige: Der Angehörigen psychisch Kranker e.V. (ApK München) ist mit mehr als 750 Mitgliedern die größte Selbsthilfeorganisation in der Psychiatrie. Kernpunkt sind die inzwischen 14 Selbsthilfegruppen, die sich regelmäßig treffen und die nach dem Beziehungszusammenhang zwischen Angehörigen und Betroffenen strukturiert sind (wie Partner, Geschwister oder erwachsene Kinder psychisch Kranker) und nicht nach dem Krankheitsbild, da die Probleme und Sorgen sehr ähnlich sind. Die zweite wichtige Säule ist die Mitarbeit in den Gremien. Die ApK vertritt die Interessen von Angehörigen psychisch Kranker in der Stadt München, beim Bezirk Oberbayern, den Münchner Kliniken und den gemeindepsychiatrischen Einrichtungen und arbeitet eng mit Ärzten und Patienten sowie deren Umfeld zusammen. Dabei haben die Angehörigen immer das Ziel vor Augen, die Versorgung und Betreuung der Erkrankten zu verbessern. Telefon 089/5024673 E-Mail: apk-muenchen@t-online.de Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage www.apk-muenchen.de

Meistgelesen

80-Jähriger stirbt an Unfallstelle
80-Jähriger stirbt an Unfallstelle
Menschenkette gegen Fremdenhass
Menschenkette gegen Fremdenhass
Naturjuwele fusionieren
Naturjuwele fusionieren
Zwei Kandidaten haben es geschafft
Zwei Kandidaten haben es geschafft

Kommentare