500 Unterschriften an Eichenaus Bürgermeister Peter Münster übergeben

Anhaltender Protest gegen geplante Eichenauer Buslinie

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Günther Kosler als Sprecher BI (links) überreicht Eichenaus Bürgermeister Peter Münster die Unterschriftenliste.

Eichenau - Der Protest in Eichenau gegen die Buslinie 862 fährt weiter Tempo. Rund 500 Bürger haben bereits eine Petition gegen die Linie unterschrieben, die ab Ende 2021 durch die Allinger Straße führen soll.

Die Unterschriften überreichte Günther Kosler als Sprecher der Bürgerinitiative (BI) symbolisch an Eichenaus Bürgermeister Peter Münster. Symbolisch deshalb, weil die online eingegangenen Proteststimmen aus formalen Gründen im Original nachgereicht werden müssen. Nachdem das Einwohnermeldeamt dies kontrolliert hat, wird sich der Gemeinderat mit der Sache befassen. „Wohl schon im September“, wie Bürgermeister Peter Münster den 20 Demonstranten vor dem Rathaus erklärte. 

Bürgermeister zeigte sich von der Wucht des Protestes überrascht

Für ein Bürgerbegehren bräuchte es rund 950 Unterschriften, dann könnte innerhalb eines halben Jahres ein Bürgerentscheid folgen. Allerdings zeigte sich Münster vom Protest überhaupt und von dessen Wucht überrascht. Einstimmige Gemeinderatsbeschlüsse in 2019 hätten dies nicht so vermuten lassen. Bereits im Vorfeld hatte jedoch BI-Sprecher Kosler deutlich gemacht: „Die Eichenauer nehmen es nicht mehr hin, jahrelangen politischen Schlaf und Fehler in der Verkehrspolitik auf ihre Schultern laden zu lassen.“

Bus soll von halb sechs Uhr morgens bis nach Mitternacht durch Allinger Straße fahren

 Kosler bezeichnete es als „Schnapsidee“, die Linie von halb sechs Uhr morgens bis nach Mitternacht durch die Allinger Straße fahren zu lassen. Laut Kosler kommen etwa 112 Busse zusammen. Dadurch würden Parkplätze wegfallen, Radfahrer und Kinder auf dem Schulweg gefährdet. Dem entgegnete Rathauschef Münster, dass der Gemeinderat sich noch mit Taktung und Länge der Busse befassen werde. Kosler und die weiteren Unterstützer setzen auf eine Alternative: Der Bus soll durch die Haupt- und Schillerstraße fahren. Kosler spielt auf eine Argumentation von Gemeinde und Landratsamt an. 

Direktes Gespräch statt Videokonferenz

Demnach soll die Linie 862 zum einen eventuelle Störungen der S 4 abfedern. Zum anderen schafft die Buslinie eine Verbindung zu weiterführenden Schulen in Fürstenfeldbruck und Puchheim. Die Route über die Hauptstraße könnte auch für den Einzelhandel interessant sein, heißt es. Eine Informationsveranstaltung soll im Herbst nachgeholt werden – wenn es die Corona- regeln zulassen in der Schulturnhalle an der Parkstraße. Eine Videokonferenz, wie von Bürgermeister Münster ins Gespräch gebracht, ist für Kosler „keine gute Lösung“. Eine direktes Gespräch sollte auch da möglich sein, fordert er.

Hans Kürzl

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