Vergangenen Sonntag in der Amperoase Fürstenfeldbruck

Hundeschwimmen: Kühles Vergnügen für Vierbeiner

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Grelle Sonnenstrahlen reflektieren sich auf der klaren Wasseroberfläche des Schwimmerbeckens der Amperoase Fürstenfeldbruck. Doch plötzlich fliegt ein kleiner oranger Ball durch die Lüfte und landet inmitten des Beckens, ihm folgt mit einem Bauchklatscher ein brauner Labrador. Hündin Emmi schwimmt mit geübten Ruderbewegungen dem hinweg schwappenden Spielzeug eilig hinterher.

Fürstenfeldbruck - Vom Ufer aus beobachten einige Artgenossen das Schauspiel, andere wiederum tun es Emmi gleich und springen in das kühle Nass, um ihre bunten Gummiknochen und quietschenden Bälle aus dem Wasser zu retten. Und dabei müssen die Vierbeiner die beiden Außenbecken nicht mal mit ihren Besitzern teilen, denn anlässlich des dritten Hundeschwimmens gehörten diese am vergangenen Sonntag ganz den Hunden. Einen Tag nach dem Ende der Freibadsaison wurde das Chlor abgelassen und der Außenbereich den Hundebesitzern für einen Tag zur Verfügung gestellt.

Diese Gelegenheit lassen sich viele nicht entgehen. Allerdings gibt es auch bei Hunden den einen oder anderen Nichtschwimmer, deshalb vergnügt sich so mancher im Kinderbecken und wandert vorsichtig durch das – bei den einen bauchhohe, bei den anderen kniehohe – Wasser. Die belgisch-deutsche Schäferhündin Mangala ist da schon einen Schritt weiter und wagt sich in das große Becken. „Sie ist eine richtige Wasserratte,“ erzählt Besitzerin Marion. Normalerweise zieht die siebenjährige Hündin ihre Bahnen durch die Amper, heute ist das Schwimmbecken der Amperoase dran. „Die Idee ist großartig,“ freut sich Mangalas Besitzerin.

Parson-Terrier Cooper springt mit Anlauf ins Wasser

Ein paar Meter weiter lockt Robert gerade seinen Parson-Terrier in das Wasser. Das rote Gummispielzeug treibt bereits in der Mitte des Beckens und wartet nur darauf herausgefischt zu werden. Aber das Wasser ist tief, der Untergrund nicht sichtbar und Stufen, die den Einstieg erleichtern würden, sind nur auf der anderen Seite des Beckens zu finden. Doch der fünfjährige Rüde nimmt all seinen Mut zusammen und springt mit einem Anlauf in das Wasser, um sein Spielzeug aus den Fluten zu retten. Danach ist der Sprung vom Beckenrand aus kein Problem mehr und Cooper spurtet immer wieder los, um sich mit den Vorderpfoten voraus in das Wasser platschen zu lassen. „Das Planschen im Wasser macht Spaß. Aber ich finde die Veranstaltung generell toll. Es ist mal etwas anderes als die typischen Gassirunden,“ sagt Coopers Besitzer. 

Hindernisparcours und buntes Bällebad

Aber auch wasserscheue Vierbeiner kommen an diesem Tag auf ihre Kosten. Denn auf der angrenzenden Liegewiese hat der Polizei- und Schutzhundeverein Fürstenfeldbruck einen Hindernisparcours aufgebaut. Auf Zeit können die Besitzer hier ihre Hunde über Hürden oder in ein buntes Bällebad springen lassen und durch einen Slalom locken. Trotz der ständigen Bespaßung – ob im Wasser oder an Land – kommt jedoch ab und zu ein Hund abhanden und es ist immer mal wieder ein lautes „hier her“ oder ein strenges „steh“ zu vernehmen. Doch die Fluchtversuche bleiben vergeblich, denn die Vierbeiner werden stets schnell wieder eingefangen. 
Zwischen Currywurst und Kaustangen

Und spätestens, wenn es zur wohlverdienten Pause zu den Tischen vor dem Kiosk des Freibades geht, bleiben die Hunde nur zu gerne bei ihren Besitzern. Denn während sich die Zweibeiner Currywurst und Pommes schmecken lassen, können sich die Vierbeiner über Kaustangen hermachen, die in Probiertüten vom Tierfachmarkt „Kölle Zoo“ zu Beginn am Eingang verteilt wurden. Doch kaum sind die Leckerlis verputzt, blicken viele schon wieder sehnsüchtig Richtung Becken, bereit für den nächsten Sprung in das kühle Nass.

Julia Huß

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