Anliegerversammlung in Türkenfeld

Bahnhofstraße in Türkenfeld soll neu gestaltet werden

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Zur Anliegerversammlung am 30. Januar sind viele Anwohner gekommen, um sich über den Planungsentwurf Bahnhofstraße zu informieren.

Die Neugestaltung der Bahnhofstraße ist die zweite Maßnahme im Rahmen der Dorferneuerung. Im Zuge dessen fand am 30. Januar die Präsentation des Planungsentwurfs im Rahmen einer Anliegerversammlung in der Schönbergaula statt. Die Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft Luciana Pavoni, Mitglieder des Gemeindesrats sowie der Planer Otto Kurz stellten den Anwesenden den Entwurf vom Beginn der Bahnhofstraße am Gasthaus Drexl bis zur S-Bahn vor

Türkenfeld - ,,Seit 2017 wurde das Projekt in fünf Sitzungsterminen diskutiert“, sagt Luciana Pavoni. ,,Alle Interessen sollten möglichst unter einen Hut kommen.“ Im Vorfeld gab es Überlegungen, dass die Bereiche um Kirche, Schloss und Drexl-Anwesen nur gemeinsam mit den Planungen zum Ausbau der Bahnhofstraße betrachtet werden könne. Uneinigkeit herrschte über die Vorgehensweise. Eine Arbeitsgruppe aus Vorstand, Bürgern und Bürgermeister sammelte im Vorfeld alle Fragen und offenen Punkte zum Projekt. Unstrittig sei der Ausbaustatus der Bahnhofstraße, bei der es sich um eine historische Straße handelt und somit der Kostenanteil der Gemeinde höher liege als der der Anlieger. 

Ziel: Erhöhte Verkehrssicherheit und umfasssendes Parkflächenkonzept

Durch den Wegfall der Straßenausbaubeiträge, die 50 prozentige Bezuschussung über die gesamte Länge von 820 Metern sowie den Abtretungszahlungen in Höhe von 100 Euro pro Quadratmeter, wirkt sich die Sanierungsmaßnahme nicht nachteilig für die betroffenen Anlieger aus. In seinen Ausführungen geht Otto Kurz auf die Ziele und den Ausbau der verschiedenen Bereiche ein. Zielsetzung sei eine erhöhte Verkehrssicherheit, ein umfassendes Parkflächenkonzept, der Einbezug des Weihers sowie die Gestaltung des Bereichs Kirche – Drexlhof – Linsenmannhaus. Im ersten Straßenabschnitt ab Einmündung Moorenweiser Straße soll ein platzartiger Charakter entstehen. Bei den Parkflächen vor dem Linsenmannhaus ist ein barrierefreier Zugang für Fußgänger geplant. Der Gehweg von der Moorenweiser Straße wird fortgeführt. 

Den Dorfweiher erlebbarer machen

Die Kurvenführung um den Maibaum soll etwas steiler verlaufen, um den Durchgangsverkehr zu verlangsamen. Im Bereich des Pfarrgrundstücks entstehen acht neue Parkplätze – die Diözese Augsburg hat dem bereits zugestimmt. Weitere Parkmöglichkeiten sind entlang des neuen Friedhofs geplant. Hinsichtlich des Weihers war die Überlegung, den Uferbereich weiter auszubauen, um eine kleinere Landzone mit Gehweg am Weiher unten entlang entstehen zu lassen. ,,Man könnte den Dorfweiher erlebbarer machen“, erläutert Otto Kurz. Allerdings muss das Wasserwirtschaftsamt dazu noch grünes Licht erteilen. Der Planungsentwurf sieht für den weiteren Straßenverlauf – zwischen Einmündung Schulstraße und Abzweigung Geltendorfer Straße – einen durchgehenden Gehweg und straßenseitig wechselnde Parkbuchten vor, kombiniert mit einer verengten Straßenbreite. Dadurch soll zusätzlich der Eingriff in private Grundstücke so weit wie möglich vermieden werden. 

Für den Bereich Bahnhof sind folgende Änderungen geplant: 

Mehr Platz für die Bushaltestellen und Fahrradständer, eventuelle E-Bike Stellplätze sowie ein Leitliniensystem, das barrierefreien Ansprüchen genügt. Dafür sei aber eine Zustimmung durch die Deutsche Bahn und dem MVV notwendig, sagt Otto Kurz. Um die Zuschüsse für die Sanierung der Bahnhofstraße zu erhalten, die aktuell nur für 2019 und 2020 gesichert sind, wäre eine zügige Planung der Gemeinde ratsam. 

Nicole Burk

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