Sein Nachname rettet Senior

Unbekannte Anruferin rettet Germeringer

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Weil sie sich alle "Wagners" aus dem Telefonbuch gesucht hatte und diese anrief, rettete sie einem Rentner aus einer gefährlichen Situation.

Germering - Manche Geschichten schreibt das Leben besser als ein Drehbuch es fertig bringen könnte, so passiert am Mittwoch, 3. Mai, in Germering.

Eine Rentnerin aus Bochum wollte nämlich just an diesem Abend einen ehemaligen Klassenkameraden mit dem geläufigen Namen „Wagner“ in Germering anrufen und telefonierte zu diesem Zweck alle Einträge im Telefonbuch auf der Suche nach diesem durch.

Gegen 19.30 Uhr rief sie daher zufällig bei einem 87-jähriger Rentner an. Der Mann teilte ihr mit, dass er in seinem Haus gestürzt sei und seither hilflos am Boden liege. Daraufhin riss die Verbindung abrupt ab. Nachdem die Rentnerin aus Bochum mehrmals vergeblich erneut die Nummer wählte, machte sie sich Sorgen um den von ihr angerufenen Mann und rief daher umgehend bei der Germeringer Polizei an.

Polizei sucht den Hausschlüssel

Daraufhin wurde der Anschlussteilnehmer festgestellt und umgehend eine Streife zur Adresse geschickt. Die Polizisten fanden ein Reihenmittelhaus vor und konnten über die Terrassentüre eine Kommunikation mit dem tatsächlich hilflos am Boden liegenden Mann aufnehmen. Er teilte ihnen mit, dass der Ersatzschlüssel zu seiner mehrfach gesicherten Haustüre sich gut versteckt in seiner Garage befindet. Nach intensiver Suche entdeckten die Polizisten den Schlüssel und konnten im Anschluss dem gestürzten Mann zu Hilfe kommen.

Wegen Schulterverletzung im Krankenhaus

Der Rentner hatte sich durch den Sturz an der Schulter verletzt und wurde mit dem Rettungsdienst in ein Münchner Krankenhaus eingeliefert.

Zuvor hatte der sichtlich erleichterte ältere Herr den Beamten erzählt, dass er seit 18 Uhr am Boden lag und seine Hilferufe offenbar niemand gehört hatte und zudem der Akku seins schnurlosen Telefons leer sei.

"Der Mann hatte somit Riesenglück gehabt, dass er diesen Anruf aus Bochum kurze Zeit später erhalten hatte, sonst wäre er vermutlich in eine sehr bedrohliche Situation geraten", schlussfolgert ein Polizeisprecher.

pi

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