Anstich und Umzug

Spritziger Volksfest-Auftakt in Puchheim

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Zwei Schläge waren nötig, dann hatte Puchheims Bürgermeister Norbert Seidl die Volksfest-Saison 2018 eröffnet.

Puchheim – Traditionell öffnet die Heimatstadt des Rathauschefs als erste Kommune in der Region das Festzelt. Dass der Auftakt auf einen Freitag, den 13., fiel, störte Seidl dabei nicht sonderlich.

"13 zärtliche Schläge"

„Eine große Versicherung hat ausgerechnet, dass an einem Freitag, den 13., weniger passiert als sonst“, sagte Seidl bei der Eröffnung im Festzelt. Der Stadtchef kündigte an, er werde das Fass „mit 13 zärtlichen Schlägen anzapfen, so dass es kein Beben in Puchheim gibt“ – eine Anspielung auf den Streit um die geplante Geotherie in Puchheim. Doch das sollte die einzige politische Anspielung bleiben. In der Folgezeit stand das 50-Liter-Fass im Mittelpunkt.

Es folgte ein Sicherheitsschlag

Statt 13 brauchte Seidl nur zwei routinierte Schläge, bis der Gerstensaft floss. Dass beim ersten Schlag ein paar Spritzer verloren gingen und nach der ersten gezapften Mass noch eine dritter Sicherheitsschlag folgte, interessierte die Zeltgäste in den vordersten Reihen nicht mehr. Sie drängten sich vielmehr um die Bühne um, das Freibier in Empfang zu nehmen, das es traditionell aus dem ersten Hacker-Fass im Puchheimer Festzelt gibt.

Hacker-Brauerei allen voran

Der Wagen der Hacker-Brauerei stand am Tag darauf im Mittelpunkt, als der große Festeinzug der Vereine auf dem Programm stand. Die Brauereirösser führten den Zug traditionell an – mit etwas Abstand zum Startpunkt auf der Nordseite des Puchheimer Bahnhofs. Grund dafür waren die Böllerschützen, die den Startschuss gaben, und vor deren Böllerschüssen die Pferde geschützte werden sollten.

Wettsägen auf der Startlinie

Bevor sich der Zug in Bewegung setzen konnte, mussten aber erst einmal die beiden Holzstämme zersägt werden, die in Puchheim jedes Jahr quasi die Startlinie bilden. Seidl griff dabei mit Ehrengast Katharina Schulze zur Säge. Der Rathauschef belegte beim Wettsägen gemeinsam mit der Fraktionsvorsitzenden und Spitzenkandidatin der bayerischen Grünen zur Landtagswahl zwar nicht den ersten Platz, die Zuschauer störte das aber nicht.

Bunte Parade mit vielen Vereinen

Sie genossen den Festzug, den Schulze, flankiert von Seidl und Festwirt Jochen Mörz, ebenfalls begleitete. Dem Brauereiwagen und der Polut- wie Lokalprominenz folgten die ortsansässigen Vereine mit eindrucksvollen Fahnenabordnungen, Trachten- und Musikgruppen, Sportverein in Vereinskleidung sowie bunt geschmückte Festwägen und Bulldogs. Zusammen mit Vorführungen der Puchheimer Judokas auf einem Anhänger bot sich den vielen Schaulustigen am Straßenrand so eine farbenfrohe und abwechslungsreiche Parade.

Andreas Daschner

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