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Antisemitische Hetzschriften im Umlauf - weitere Geschädigte sollen sich melden

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Polizeiauto
Die Ermittlungen werden unter Leitung des Antisemitismusbeauftragten der Bayerischen Justiz bei der Generalstaatsanwaltschaft München geführt. © Symbolbild: Bildagentur PantherMedia / hechtsheimer72

Landkreis FFB - Seit November 2020 verschickt ein bislang unbekannter Täter Briefe mit antisemitischen Hetzschriften. Unter anderem wird darin der Holocaust geleugnet.

Bei den Empfängern handelt es sich um scheinbar zufällig ausgewählte Personen. Neben Kommunalpolitikern wurden Staatsanwälte, Richter, Mitarbeiter von Radiosendern aber auch Organisationen wie Studentenverbindungen oder Burschenvereine angeschrieben.

Dabei gestaltet sich die antisemitische Hetze in den maschinell erstellten Schreiben immer gleich. Der Verfasser fordert in diesen dazu auf, den Inhalt weiterzuverbreiten. Bayernweit wurden bislang über 200 Fälle polizeilich bekannt.

„Wir gehen aber von einer viel höheren Zahl an Briefen aus“, sagt der in diesem Fall beauftragte Ermittler der Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck. Geschädigte werden gebeten, sich bei ihm unter dem Link polizei.bayern.de/sb-hetzschriften zu melden.

Die Ermittlungen werden unter Leitung des Antisemitismusbeauftragten der Bayerischen Justiz bei der Generalstaatsanwaltschaft München geführt. 
pi

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