Anton Leitner berichtet über seine Zeit am Carl-Spitzweg-Gymnasium

Gründungsdirektor wird 80

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Anton Leitner in seinem Studierzimmer.

Die Bücher stapeln sich auf dem Wohnzimmertisch – neben den Sprachen Deutsch und Englisch, stechen lateinische und griechische Vokabeln hervor, ebenso wie die Jahresberichte aus Schäftlarn und Germering. Langweilig wird es dem in Weßling geborenen und immer noch wohnhaften Gründungsdirektor des Germeringer Carl-Spitzweg-Gymnasiums in seiner nun seit 15 Jahren andauernden Pension gewiss nicht – vor allem auch nicht, da er noch steten Kontakt zu ehemaligen Schülern, Lehrern und anderen Weggefährten hält.

Germering/Weßling - Am 20. Dezember 1938 wurde Anton Leitner als 192. Mitbürger mit Hilfe einer Hebamme in seinem Elternhaus in Weßling geboren. Viele treffen ihn regelmäßig bei einem Spaziergang oder Badebesuch am Weßlinger See an – dabei ist er besonders einigen Germeringern bis heute ein Begriff, die täglich von ihm am Schultor mit Namenbegrüßt wurden. Neben seiner Faszination was das Erlernen von Sprachen betrifft, besitzt Anton Leitner nämlich ein erhebliches Namensgedächtnis, mit dem er auch im Gespräch mit dem Germeringer Anzeiger brillierte. 1980/81 wurde das heutige Carl-Spitzweg-Gymnasium zunächst als Gymnasium Unterpfaffenhofen als ein Progymnasium gegründet – ein Gymnasium, das nur bis zur zehnten Klasse besucht werden kann. 

Aufbau des Carl-Spitzweg-Gymnasiums

Ein zweites Gymnasium sollte nach Germering kommen, diesen Gedanken verfolgte Leitner ohne Rücksicht auf Verluste und mit dem Spielenlassen einiger guter Kontakte, wie er verrät. Als Kleinster in der Familie lernte er sich früh zu behaupten, so auch später im Beruf. „Zunächst als Containerbau gestartet zahlte sich der fünfjährige Kampf aus“, sagt er. Mit einem Neubau wurde die Schule im Masurenweg 1986 nicht nur zum Vollgymnasium gemacht, sondern erhielt auch seinen heutigen Namen. Benannt nach dem Germeringer Maler, auf dessen Grund sich die Schule befindet: Carl Spitzweg. Sogar einen „echten Spitzweg“ sollte die Schule erhalten, das lehnte Leitner aber vehement ab, viel zu groß wäre die Gefahr eines Diebstahls gewesen. Stolz erzählt er von seiner Zeit in Germering und wie er die Schule zu dem machte, was sie heute ist: ein Ort an dem die Schüler gerne sind. Seinen Nachfolger, den im Februar scheidenden Direktor Georg Gebhard, unterstützte er dabei bis zuletzt mit Telefonaten und einem steten Austausch. So ganz konnte er nie in den Ruhestand gehen, das erzählt auch seine Frau Ingrid. „Die Schüler sind und waren für uns immer wie Enkelkinder“ und so habe er sie auch stets behandelt. Immer ein offenes Ohr und manchmal einen dezenten Tipp weitergeben, das war das Geheimrezept seiner großen Beliebtheit. „Die Kinder so erziehen, dass sie von selber in die richtige Richtung wachsen, das war immer mein oberstes Ziel“, sagt Leitner, der zu seiner Schulzeit selbst der Klassenkasper war und den Lehrern die ein oder anderen Nerven gekostet hat. 

Claudia Becker

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