Antrag für Foodsharing-Station

Teilen statt wegwerfen

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Damit nicht mehr so viel Essen im Müll landet, soll eine Foodsharing-Station eingerichtet werden.

Ein Foodsharing-Projekt beziehungsweise eine Foodsharing-Station, in die Bürger Lebensmittel legen können, die sie nicht mehr benötigen oder sich kostenlos welche herausholen können, würden die Grünen, Die Partei und Frei sowie der Stadtjugendrat in der Stadt Fürstenfeldbruck gerne sehen wollen. Gemeinsam haben sie einen Antrag dafür an die Stadt gestellt

Fürstenfeldbruck - Im Antrag fordern sie die Verwaltung auf, ein Foodsharing Projekt einzuführen und geeignete Standorte, beispielsweise das Rathaus oder das Mehrgenerationenhaus, für eine Station oder einen entsprechenden Kühlschrank zu suchen. Zudem solle die Stadt laut Antrag mit dem „Foodsharing München mit angrenzenden Kreisen“ Kontakt aufnehmen, „um das Münchner Projekt in der Schwanthalerstraße im zuständigen Ausschuss zeitnah vorzustellen“, wird erläutert. „Lebensmittelverschwendung ist ein großes Problem mit gravierenden lokalen und globalen Auswirkungen auf Klima, Umwelt und Menschen“, begründen die Vertreter den Antrag.

 Elf Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland jedes Jahr im Müll

 „Dies ist nicht nur ein ethisches, sondern auch ein ökologisches und ökonomisches Problem. Immerhin werden sowohl für die Erzeugung als auch für die Vernichtung von Waren Rohstoffe, Energie und Wasser benötigt. Mit jedem Lebensmittel, das unnötig im Müll landet, werden also wertvolle Ressourcen verschwendet“, kritisieren die Antragsteller. Die Vereinigten Nationen hätten deshalb in ihren nachhaltigen Entwicklungszielen beschlossen, die Lebensmittelverschwendung bis 2030 zu halbieren. 

Problem verschlafen oder ignoriert

Damit dieses Ziel in Deutschland erreicht werden könne, müsse noch viel passieren. „Die Bundesregierung aus Union und SPD – aber insbesondere das CSU-geführte Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) – haben die letzten Jahre verschlafen und das Problem ignoriert“, prangern die Antragsteller an. Sie möchten deshalb eine Veränderung „von unten“ anstoßen und in der Großen Kreisstadt Fürstenfeldbruck ein Foodsharing-Projekt etablieren, um gute Lebensmittel vor dem Wegwerfen zu retten und mit den Bruckern zu teilen. 

Lebensmittel sind mehr als bloß Ware

„Wir wollen den Lebensmitteln damit wieder einen ideellen Wert geben, denn sie sind mehr als bloß eine Ware – das ist die Idee dahinter“, formulieren sie ihr Anliegen. Auf Facebook habe sich bereits eine engagierte Gruppe gegründet, die sogenannten Foodsaver (Gruppenname: Foodsharing FFB). Die Foodsaver würden sich laut Antragsteller ehrenamtlich um die tägliche Überprüfung und Säuberung der Foodsharing-Station in Fürstenfeldbruck kümmern.

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