Energiewende greift 

Weg frei für Windkraftanlagen im Landkreis FFB

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Umweltschutz-Referatsleiterin Gertrud Braun (LRA), Landrat Thomas Karmasin, Technischer Bereichsleiter Franz Hochstatter (Stadtwerke), Kreisbaumeisterin Reinlinde Leitz (LRA) und Geschäftsführer Karl Heinz Schönenborn (Stadtwerke).

Fürstenfeldbruck – Der erste Windpark im Landkreis Fürstenfeldbruck ist im Entstehen: Als einen "wichtigen Meilenstein" auf dem Weg zur Energiewende bezeichnete Landrat Thomas Karmasin die Übergabe der Antragsunterlagen der Stadtwerke FFB für das Genehmigungsverfahren zum Bau von Windkraftanlagen im Landkreis. 

 Die Kosten für den Bau von drei geplanten Windrädern belaufen sich auf knapp 15 Millionen Euro. Bereits Ende des Jahres 2013 sollen die Windräder Ökostrom erzeugen. Der Geschäftsführer der Stadtwerke, Karl Heinz Schönenborn, und sein technischer Leiter Franz Hochstatter übergaben am 18. Dezember im Büro des Landrates symbolisch drei von insgesamt neun Aktenordnern an Kreisbaumeisterin Reinlinde Leitz und Umweltschutz-Referatsleiterin Gertrud Braun. Der Standort für den kleinen Windpark mit drei Windrädern liegt im sogenannten „Dreiländereck“, wie Schönenborn die Region der Gemeindegebiete zwischen Mammendorf, Fürstenfeldbruck und Maisach bezeichnete. Für das Landratsamt stellt der Antrag der Stadtwerke eine Premiere dar. In der Größenordnung hat die Kreisbehörde bisher noch keinen Antrag auf den Tisch bekommen. 


Auch wenn die Antragsunterlagen der Stadtwerke nach einer einjährigen Vorlaufzeit bereits alle Gutachten hinsichtlich Natur-, Landschafts- und Lärmschutz enthalten, so stellt der Antrag ein komplexes Verfahren dar, das sich wesentlich aufwendiger gestaltet und weit über ein normales baurechtliches Genehmigungsverfahren hinausgeht. Gleichwohl sicherte das Landratsamt zu, das Verfahren zu priorisieren. Die Stadtwerke wollen auch weiterhin mit ihrem Know-how zur Seite stehen. 


 Für die Errichtung und den Betrieb der Windkraftanlage wird eine Zweckgesellschaft mit dem Namen „Windpark 1 Brucker Land GmbH & Co.KG“ gegründet. In dieser vereinen sich die Stadtwerke als Geschäftsführende Gesellschafterin („Windpark 1 Brucker Land Verwaltungs-GmbH), die Stadt Fürstenfeldbruck sowie die Gemeinden Mammendorf und Maisach als Kommanditisten sowie durch die Gründung einer Bürgergenossenschaft mit dem Namen „Erneuerbare Energien Brucker Land eG.“ als weiterer Kommanditist. So sollen 27 Prozent der Finanzierungkosten aufgebracht werden, die restlichen 73 Prozent über ein KfW-Darlehen. Die Windräder haben eine Höhe von 138 Metern. 


Mit einem Rotor beträgt die Höhe knapp 200 Meter. Bei einer Windstärke von durchschnittlich sechs Metern pro Sekunde rechnen die Stadtwerke mit einer Erzeugung von 18 Millionen Kilowattstunden Ökostrom im Jahr. Bei einem angenommenen Verbrauch von ca. 3.000 Kilowattstunden im Jahr pro Haushalt können somit gut 6000 Haushalte versorgt werden. 

 Dieter Metzler

 

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