Überflug einer Formation Eurofighter scheiterte am schlechten Wetter  – Erstmals wurden in Fursty zwei Offizierslehrgänge gemeinsam feierlich vera ...

Militärischer Appell mit hohen Ehrengästen in Fursty in Regenmänteln

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Abschreiten der Front (v. li.) Kommandeur der Offizierschule, Brigadegeneral Bernhardt Schlaak, Staatssekretär Johannes Hintersberger und der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Karl Müllner.

Fürstenfeldbruck – Erstmals in der Geschichte der Offizierschule der Luftwaffe (OSLw) wurden in Fursty mit dem 110. und 111. Offizierlehrgang gleichzeitig zwei Offizierlehrgänge feierlich verabschiedet. Insgesamt 333 Offizieranwärter/ -innen erhielten in Anwesenheit zahlreicher Vertreter aus Politik und Öffentlichkeit sowie im Beisein ihrer Angehörigen, Freunde und Bekannten ihre Offizierspatente. Während des militärischen Appells auf dem Air-Force-Platz im Brucker Fliegerhorst, der vom Heeresmusikkorps Veitshöchheim musikalisch begleitet wurde, regnete es in Strömen. Aufgrund der schlechten Wetterlage entfiel der geplante Überflug einer Formation Eurofighter vom Taktischen Luftwaffengeschwader 74 in Neuburg.

Der Lehrgangsbeste, Offizieranwärter Daniel Zilsdorf (li.) wird vom Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Karl Müllner, ausgezeichnet

 Bevor der Kommandeur der OSLw, Brigadegeneral Bernhardt Schlaak, die angehenden Offiziere im Sinne der Luftwaffe mit einem „Hals- und Beinbruch“ aus Fursty verabschiedete, dankte er den vielen Angehörigen der Lehrgangsteilnehmer, die mit ihrer Anwesenheit eindrucksvoll zum Ausdruck brachten, dass „Sie dem Dienst der Soldaten für den Schutz unseres Landes, für die Sicherung des Friedens in der Welt und der vitalen Interessen Deutschlands sowie die Erhaltung des Wohlergehens unserer Gesellschaft entgegenbringen.“ Drei wesentliche Kriterien gab Schlaak den angehenden Offizieren mit auf den Weg: das Selbstverständnis als Soldat, die Berufsmotivation sowie die Motivation zur Innovation.

Tapfer trotzen die Angehörigen und Freunde der Offizieranwärter dem Regen und hielten eineinhalb Stunden aus

 Zu den Ehrengästen zählten u. a. die beiden Mentoren des 110. und 111. Offizierlehrgangs, Bundestagsabgeordneter Dr. Reinhard Brandl und Finanzdirektor der Freien und Hansestadt Hamburg, Oberst der Reserve Hans Hinrich Coorssen, sowie der Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, Johannes Hintersberger, die Verteidigungsattaches aus Italien, Brigadegeneral Alberto Biavati und aus Spanien, Oberst Jose Antonio Saz Diaz. Als weitere ausländische Ehrengäste begrüßte Schlaak den Generalkonsul der Vereinigten Staaten von Amerika, William E. Moeller, den Luftwaffenattaché der US-Botschaft, Oberst David R. Pedersen, den Verteidigungs- und Luftwaffenattaché der Botschaft des Königreichs Thailand, Oberst Pongsawat Jantasarn und den Generalkonsul von Frankreich, Jean-Claude Brunet. Als Vertreter des Landkreises nahmen  die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler und aus dem Landkreis Dachau, Landrat Stefan Löwl teil. Aus der Garnisonstadt Fürstenfeldbruck wurde dritte Bürgermeisterin Karin Geißler begrüßt, und „erstmals bei uns der erste Bürgermeister unserer zukünftigen Garnisonsstadt Roth, Ralph Edelhäuser“.

 „Sie haben nun das Zeug zum Offizier der Luftwaffe“, sagte der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Karl Müllner, zu den Offizieranwärtern. „An der OSLw haben Sie wesentliche Teile ihres künftigen militärischen Handwerks an die Hand bekommen. Als Offiziere werden Sie nach Abschluss Ihres Studiums und der fachlichen Ausbildung in der Truppe Verantwortung übernehmen, Untergebene anleiten und als Teil des gesamten Teams Luftwaffe ihre Pflicht erfüllen.“ Mit der Segelflug-, und Motorflugausbildung durften die Offizieranwärter als erster Jahrgang die Fliegerei so hautnah erleben wie bisher noch kein Lehrgang. „Ich hoffe, dass Sie alle damit die Frage: „Was macht die Luftwaffe aus?“, dieses einmalige Zusammenspiel aus Team und Technik, nun auch aus eigener Erfahrung beantworten und darauf aufbauend Ihr Selbstverständnis als Luftwaffenoffizier, als Mitglied im Team Luftwaffe, entwickeln können.“ Staatssekretär Johannes Hintersberger überbrachte die Grüße des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer und betonte, dass sich die jungen Offiziere für einen Beruf entschieden haben, der keineswegs einfach ist und im Einsatz große Gefahren bergen kann. „Sie übernehmen eine Funktion von höchster gesellschaftspolitischer Bedeutung. Soldat sein heißt, unsere Werte, unsere Verfassung, unser Land zu schützen und zu verteidigen. Ich bin Ihnen dankbar und habe höchste Anerkennung, dass Sie sich entschlossen haben, Ihr berufliches Leben diesen fundamental wichtigen Aufgaben zu widmen.“ Offizieranwärter Daniel Zilsdorf stellte in seiner Rede als Jahrgangsbester die Kameradschaft in den Mittelpunkt. „Gleich, wie unsere Wege demnächst verlaufen werden: die Kameradschaft jedoch, wird uns auf dem Weg zum Erfolg begleiten und immer einen hohen Stellenwert in der militärischen Gemeinschaft einnehmen.“

 Dieter Metzler

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