Bau der Grundschule West in Fürstenfeldbruck

Architektenwettbewerb für neue Schule geplant

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Bis September 2022 soll die neue Grundschule West an der Cerveteristraße bezugsfertig sein.

Der Bauausschuss beschloss einstimmig den Auslobungstext zum Architektenwettbewerb für den Bau der neuen Grundschule West. Geplant ist eine vierzügige Einrichtung mit 17 Klassenzimmern für 360 Kinder. Zudem einigte man sich nach langer Diskussion darauf, möglichst eine Doppelturnhalle zu realisieren.

Fürstenfeldbruck - Noch versperren Baucontainer einer benachbarten Baustelle den Blick auf das Gelände der neuen Grundschule West, doch bis September 2022 soll das Gebäude an der Cerveteristraße zwischen Montessori-Kinderhaus, der B 471 und den Stadtwerken bezugsfertig sein. Als ersten Schritt beschloss der Bauausschuss auf seiner jüngsten Sitzung den Auslobungstext für einen Architektenwettbewerb. Darin wurden die Rahmenbedingungen für Brucks fünfte Grundschule festgelegt. 

17 Klassenzimmer, eigene Mensa und eine Doppelturnhalle

So soll auf dem 3.300 Quadratmeter großen Grundstück ein bis zu dreistöckiges Gebäude mit 17 Klassenzimmern, eigener Mensa, einer Doppelturnhalle sowie Sport- und Pausenflächen entstehen. Im Haushalt sind hierfür insgesamt 22 Millionen Euro bereitgestellt. Die tatsächlichen Kosten dürften sich nach Einschätzung des Bauamtes jedoch auf etwa 26,5 Millionen Euro belaufen. Als Einsparungsmöglichkeit brachte Christian Stangl (Grüne) eine Einfachturnhalle plus Gymnastikraum ins Gespräch, dies sei „vor allem für die ersten und zweiten Klassen völlig ausreichend.“ 

Ulrich Schmetz (SPD): Mehrwert Doppelturnhalle größer als Gymnastikraum

Auch Klaus Wollenberg (FDP) forderte angesichts des Schuldenstands der Stadt eine maßvolle Planung. Denn staatliche Zuschüsse gibt es nur für eine Einfachturnhalle. „Lasst uns mutig in die Planungen gehen“, warb dagegen Markus Droth (CSU) für eine große Lösung. „Wir müssen die Hallenkapazitäten im Westen erhöhen“, argumentierte Droth auch mit Blick auf die Vereine, zumal die Hallenpläne des TuS am Sportzentrum III erst einmal zurückgestellt wurden. „Wir bauen eine Schule für die Zukunft“ und der Mehrwert einer Doppelturnhalle sei wesentlich größer als der eines Gymnastikraums, unterstützte Ulrich Schmetz (SPD) die Forderung seines Stadtratskollegen. Auch zweiter Bürgermeister Christian Götz (BBV) rät dazu, „zumindest in der Planungsphase bei einer Doppelturnhalle zu bleiben.“ Zudem gäbe es laut Till Fischer vom wettbewerbsbetreuenden Architekturbüro AKFU „später noch genug Stellschrauben, um Kosten einzusparen.“ 

Alexa Zierl (Die Partei/Bruck im Zukunft): Tretrollerplätze und klimagerechte Bauweise

Alexa Zierl (Die Partei/Bruck mit Zukunft) regte noch an, auf eine klimagerechte Bauweise zu achten und mehr Tretrollerplätze zur Verfügung zu stellen, da Kinder erst nach der absolvierten Fahrradprüfung in der vierten Klasse mit dem Rad zur Schule kommen dürfen. Schließlich einigte man sich einstimmig darauf, die Planungen mit einer – auch von der Schulleitung gewünschten – Doppelturnhalle anzugehen. Noch in diesem Jahr will das Preisgericht, bestehend aus Fachleuten und Stadträten, die Sieger des Realisierungswettbewerbes ermitteln, um anschließend in die Detailplanungen gehen zu können. 

Peter Fischer

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