Mix aus Wohnen und Arbeiten

Areal Aumühle/Lände: Ideenwettbewerb wird ausgelobt

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Der alte Schlachthof kann nur abschnittsweise innerhalb eines denkmalpflegerischen Gesamtkonzepts saniert werden. Der laufende Betrieb der Subkultur soll jedoch gewährleistet bleiben.

Einstimmig beschloss der Planungs- und Bauausschuss den Auslobungstext für den städtebaulichen Ideen- und Realisierungswettbewerb zur Neugestaltung des Areals zwischen Aumühle und Lände. Zudem wurde die Zusammensetzung des Preisgerichts, das die Ergebnisse des Wettbewerbs beurteilt, beschlossen.

Fürstenfeldbruck - Die sinnvolle Neugestaltung des mehr als drei Hektar großen Areals zwischen Lände, Aumühle und Bullachstraße nach dem Umzug der Stadtwerke und der Verlagerung des Bauhofs stellt die Stadt vor große Herausforderungen. Wie soll das künftige Quartier in bester Innenstadtlage künftig aussehen? Die Planer stellen sich einen Mix aus Wohnen, Kleinkunst und Kreativwirtschaft vor. Auch Naherholungs- und Naturflächen sind vorgesehen. Bis zu zehn Büros sollen hierzu im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbs Lösungen liefern. 

Reines Wohngebiet zwischen Stadtpark und Aumühle

Die im Auslobungstext formulierte Aufgabenstellung, in die auch Vorschläge aus einer im Februar abgehaltenen Bürgerveranstaltung einflossen, lässt bereits bestimmte Eckpunkte klar erkennen. So gilt die Subkultur im Alten Schlachthof als gesetzt. Das nördlich angrenzende Gebäude ist für Kultur- und Kreativwirtschaft vorgesehen. Das Areal, auf dem sich derzeit der Bauhof befindet, soll als urbanes Mischgebiet ausgewiesen werden, mit „nicht störendem Gewerbe, Jugendkultur und experimentellen Wohnformen“, wie es im Auslobungstext heißt. Als reines Wohngebiet ist dagegen die Fläche zwischen Stadtpark und Aumühle ausgewiesen. Hier will die Münchner Wohnbaugesellschaft IGEWO zu jeweils einem Drittel sowohl frei finanzierten als auch geförderten Wohnraum sowie betreutes Wohnen anbieten. Um das neue Viertel sinnvoll zu erschließen muss auch eine Verkehrsplanung mit neuem Wegenetz konzipiert werden, wobei die Priorität vor allem auf dem Fuß- und Radverkehr liegt. Es soll ein möglichst autoarmes Quartier entstehen. Zudem wurde die Zusammensetzung des Preisgerichts, das aus sechs Experten wie Landschaftsplanern und Architekten sowie Oberbürgermeister Erich Raff (CSU) und vier weiteren Stadträten besteht, beschlossen. 

Subkultur: Stromanschluss und Denkmalschutz?

Hinzu kommt ein Sachverständigenbeirat mit 16 Vertretern verschiedener Interessengruppen, die jedoch nur eine beratende Funktion ausüben und kein Stimmrecht haben. Diesem Gremium wurde als Bürgervertreter Carolin Danke zugelost, als deren erster Stellvertreter Thomas Brückner sowie Aline Pronnet als zweite Stellvertreterin. Diskussionen gab es im Plenum noch über die fälligen Sanierungsarbeiten am Alten Schlachthof. Neben der Fassade und neuer Fenster benötigt die Subkultur einen leistungsfähigeren Stromanschluss. Da das Gebäude jedoch unter Denkmalschutz steht, könne man „nicht einfach abschnittsweise ein bisschen sanieren“, warnte Kulturreferent Klaus Wollenberg (FDP). „Man kann das nur fachgerecht umbauen, wenn man weiß, was drum herum entsteht“ warnte auch OB Raff vor Schnellschüssen. 

Wettbewerbseinstieg für Ende November geplant

Gleichwohl soll der laufende Betrieb aufrechterhalten werden. Und ein neuer Stromanschluss kann laut Markus Droth (CSU) „kein Problem sein“, auch wenn man diesen später eventuell wieder zurückbauen müsse. Vorbehaltlich der Zustimmung des Stadtrats soll im Oktober ein Kolloquium mit allen am Wettbewerb teilnehmenden Büros veranstaltet werden. Der Wettbewerbseinstieg ist für Ende November, Anfang Dezember geplant, vier bis sechs Wochen später wird mit den Ergebnissen gerechnet. 

Peter Fischer

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