Im Landkreis Fürstenfeldbruck sind derzeit 384 Asylbewerber untergebracht 

Landrat appelliert an alle Bürgermeister wegen fehlender Notunterkünfte

Fürstenfeldbruck  – Im Landkreis Fürstenfeldbruck sind derzeit 384 Asylbewerber untergebracht. Die Regierung von Oberbayern weist dem Landkreis Fürstenfeldbruck im Schnitt wöchentlich 10 Asylbewerber zu. Diese Zahlen dürften bis zum Jahresende noch ansteigen, wie sich aus der jüngsten Zugangsprognose des Bundesamt für Migration und Flüchtlinge vom 15.10.2013 ergibt.

Bis zum Jahresende wird der Landkreis demnach insgesamt 448 Asylbewerber aufnehmen müssen. Sollte dieser Zustrom weiter anhalten und sich die Zahl der Zugänge in Bayern im kommenden Jahr auf 18.000 Personen erhöhen, müssten nach der aktuellen Soll-Prognose der Regierung von Oberbayern bis 31.12.2014 allein im Landkreis Fürstenfeldbruck bis zu 735 Asylbewerber untergebracht werden. Sollte sich die Zahl der Zugänge in Bayern auf 36.000 Personen erhöhen, müsste der Landkreis bis Jahresende 2014 1021 Personen aufnehmen.

Bei Ausschöpfung aller Möglichkeiten stehen dem Landkreis nun mehr bis Anfang Dezember ausreichende Belegungsplätze zur Verfügung. Zwei dem Landkreis angebotene Objekte können frühestens im Frühjahr bzw. Herbst 2014 als Unterkunft genutzt werden. Landrat Thomas Karmasin hat deshalb erst vor kurzem alle Bürgermeister persönlich angeschrieben und auf die dramatische Situation hingewiesen. Das Landratsamt ist dringend auf die Mithilfe der Gemeinden, aber auch einzelner Immobilienbesitzer angewiesen, um kurzfristig geeignete Objekte zu finden. Notunterkünfte sollen weiterhin nur allerletzter Ausweg sein.

Anbieter geeigneter Unterkünfte werden dringendst und vor allem kurzfristig gebeten, sich beim Landratsamt, Ausländerbehörde unter der Telefonnummer 08141/519-477 oder auslaenderamt@lra-ffb.de zu melden.

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