Landratsamt nutzt leerstehendes Gebäude für Flüchtlinge in Olching

Asylbewerber ab Mitte Januar im früheren Hotel Mühlbach

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Landrat Thomas Karmasin.

Olching - Das Landratsamt Fürstenfeldbruck bringt ab Mitte Januar 2016 Asylbewerber im ehemaligen Hotel Mühlbach in Olching unter. Das Gebäude war bereits mehrfach im Gespräch. Ähnlich dem leerstehenden Altenwohnheim in Don-Bosco in Germering, eigne  sich auch diese Anlage in der Heinrich-Nicolaus-Str. gut, um Asylbewerber aufzunehmen. „Ich bin froh um jedes bestehende Objekt, das wir sinnvoll nutzen können. Das erspart uns den ein oder anderen Wohncontainer oder eine vorübergehende Belegung von Turnhallen“, so Landrat Thomas Karmasin.

 Der Betreiber und das Landratsamt einigten sich im Pachtvertrag darauf, das Objekt mit Erdgeschoss, den beiden Obergeschossen sowie dem Dachgeschoss mit 43 Zimmern, Gemeinschaftsräumen, Außenterrasse und Freiflächen zu nutzen. Das Pachtverhältnis ist zunächst auf ein Jahr festgelegt. Eine Option auf eine Verlängerung ist grundsätzlich möglich. Das frühere Hotel wird künftig etwa 115 Personen Platz bieten. Die Objektbetreuung übernimmt der Betreiber ebenso wie die Verpflegung, da es in den ehemaligen Gästezimmern keine Kochgelegenheiten gibt. Die Anwohner werden mit einem Anschreiben über die geplante Maßnahme informiert.

Die Stadt Olching hat inzwischen an mehreren auf das Stadtgebiet verteilten Standorten rd. 145 erwachsene Flüchtlinge und 38 Kinder aufgenommen. Ferner sind unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Schulcontainern am Gymnasium Olching untergebracht und betreut.

Ab Mitte Januar finden auch in der ehemaligen Schule an der Heckenstraße in Olching junge Flüchtlinge Platz. Tatkräftige Hilfe erfahren die Flüchtlinge durch ehrenamtlich Engagierte. Seit Anfang Dezember sucht der Helferkreis Asyl Olching jedoch verstärkt nach zusätzlicher Unterstützung, um auch den neu ankommenden Asylbewerbern gute Orientierung und Hilfe anbieten zu können. Oberstes Ziel aller Bemühungen ist, dass die Flüchtlinge schnell in dem für sie fremden Land zurechtkommen. „Ich würde mich freuen, wenn viele Olchinger auch am neuen Standort ihre engagierte Asylsozialarbeit fortsetzen“, so Landrat Thomas Karmasin.

redkb

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