SPD-Landtagsabgeordneten Kathrin Sonnenholzner  und Angelika  Weikert dankte den Asylhelfern im Landkreis bei einem Empfang im VA Fürstenfeld 

Dank an 50 freiwillige Asylhelfer

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Die SPD-Landtagsabgeordneten Kathrin Sonnenholzner und Angelika Weikert (v. l.) sagten den Asylhelfern bei ihrem Empfang ihre politische Unterstützung zu.

Fürstenfeldbruck – 200.000 Flüchtlinge sind alleine im vergangenen Jahr nach Deutschland gekommen, viele davon auch nach Bayern und in den Landkreis Fürstenfeldbruck. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer sorgen hier dafür, dass die Asylbewerber Unterstützung und Hilfe bekommen. Diesen Helfern sprachen die SPD-Landtagsabgeordneten Kathrin Sonnenholzner und Angelika Weikert mit einem Empfang im Veranstaltungsforum Fürstenfeld ihren Dank aus.

 „Man kann gar nicht genug danke sagen“, betonte Sonnenholzner vor rund 50 Gästen aus den Vereinen und Organisationen, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren. Die Arbeit der Helfer sei sehr wichtig, wenngleich die Euphorie mancherorts einer Ernüchterung gewichen sei: „In manchen Orten gibt es zwar Helferkreise, aber keine Asylbewerber. Andernorts sind die Bewerber nicht so integrationswillig, wie sich das die Helfer vorstellen.“ Was die meisten Ehrenamtlichen gemeinsam haben: Sie bekommen ihre Ausgaben im Rahmen ihrer Tätigkeit kaum ersetzt. „Gerade im ländlichen Raum legen die Ehrenamtlichen oft erhebliche Strecken mit dem privaten Pkw oder öffentlichen Verkehrsmitteln zurück“, sagte Weikert. Die Kosten hierfür tragen die Helfer meist selbst.

 Die SPD setzte sich deshalb im Landtag dafür ein, dass ein möglichst großer Teil der Ausgaben künftig erstattet wird. „Einen entsprechenden Antrag haben wir bereits eingereicht“, sagt Weikert unter dem Applaus der Gäste. Neben einem Dach über dem Kopf, Nahrung und medizinischer Versorgung sei es auch wichtig, so Weikert, dass den Flüchtlingen das Gefühl gegeben wird, dass ihre Flucht in Deutschland zu Ende ist. „Das kann aber nicht von den Amtsstuben, sondern nur von den Menschen vor Ort geleistet werden“, sagte das Mitglied des Ausschusses für Arbeit und Soziales, Jugend, Familie und Integration. Deshalb sei es auch unabdingbar, dass die Flüchtlingsarbeit von den behördlichen Abläufen getrennt bei der freien Wohlfahrtspflege bleibe. „Wir brauchen ihr Engagement, sonst ist das Leben für die Flüchtlinge in Bayern um einiges ärmer“, sagte Weikert an die anwesenden Helfer gewandt. Und die humanitäre Verpflichtung, den Menschen zu helfen, wird nach Ansicht der SPD-Politikerin auch nicht weniger werden: „Ich befürchte, dass die Welt so schnell nicht friedlicher wird“, sagte sie. Die Versorgung und Integration der Asylbewerber sei deshalb keine kurzfristige Aufgabe, sondern vielmehr eine langfristige Herausforderung. 

Andreas Daschner

 

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