Treffen von Asylhelfern am Niederbronner Weg im Treffpunkt für Begegnung mit Asylbewerbern

Verstärkung gesucht: Brucker Asylhelferkreise

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Ehrenamtliche Helfer, die über ihre „Arbeit“ informierten (v. li.): Sven Buhr, Heide Karl, Gaby Dawid, Birgit Epp, Helmut Heins, Carsten Dörries, Hermine Kusch, Monika Mittelhammer, Dirk Hasenjaeger, Najib Assad.

Fürstenfeldbruck - "Sie müssen keine (Fremd)-Sprache sprechen können", sagte Helmut Heins vom Asylhelferkreis FFB zu den ca. 50 Besuchern der Info-Veranstaltung am 26. November im "Niebro", dem Treffpunkt für die Begegnung mit Asylbewerbern am Niederbronner Weg. "Ich kann jedem nur Mut machen. Helfen Sie uns, und wenn es nur wenige Stunden in der Woche sind".

 Birgit Epp, ebenfalls vom Helferkreis ergänzte: "Wir haben kaum junge Leute, sie sind besonders herzlich willkommen". Helfen könne aber jeder, egal ob Schüler, Student, Berufstätige oder Rentner.

Der Helferkreis „Asyl FFB“ kümmert sich um die rund 200 Asylbewerber, die schon mehrere Monate auf den Abschluss ihres Asylverfahrens warten oder bereits anerkannt sind und eine Wohnung suchen. Diese Flüchtlinge sind zentral in Unterkünften in der Hasenheide und in verschiedenen Wohnungen in der Stadt untergebracht. In die Betreuung fallen auch ca. 30 minderjährige unbegleitete Flüchtlinge, die in einem ehemaligen Hotel in Zentrum der Stadt wohnen. Die über 1.000 Flüchtlinge, die derzeit in der Erstaufnahmeeinrichtung der Regierung von Oberbayern im Brucker Fliegerhorst untergebracht sind, werden dagegen vom „Helferkreis Fursty“ betreut. Diese Flüchtlinge leben einige Wochen oder gar einige Monate in den im Fliegerhorst, bis sie auf andere Gemeinden in Deutschland verteilt werden, um dort auf den Abschluss ihres Asylverfahrens zu warten. Im Oktober wurde die Unterbringungskapazität auf 1.600 Plätze erweitert, um weitere ankommende Flüchtlinge unterbringen zu können.

 Die ehrenamtlichen Helfer des Helferkreises Asyl geben Sprachunterricht, erledigen mit den Asylbewerbern Behördengänge, begleiten sie zum Arzt, oder bei der Anmeldung zur Schule, zum Kindergarten, führen Hausaufgabenbetreuung durch, geben Nachhilfe, richten Fahrräder oder unterstützen sie bei der Arbeits- und Wohnungssuche und bieten Fahrdienste an. Durch Stellung von Familienpaten als „Nothilfe bei der praktischen Alltagsbewältigung“ erhält jede asylsuchende Familie einen festen Ansprechpartner. Im neuen Treffpunkt am Niederbronner Weg, den die Stadt zur Verfügung gestellt hat, stehen zwei große Räume für diverse Kurse (Tanz, Theater, Kunst, Basteln, Nähen Schneidern) zur Verfügung. Auch der Helferkreis Fursty sucht trotz seiner ca. 120 ehrenamtlichen Mitarbeiter ständig neue Helfer. Die breitgefächerten Angebote für Asylbewerber (Deutschkurse, Sport, Kinderbetreuung, Computerkurse, Kleiderkammer,) finden in Eigeninitiative und –-organisation statt und werden von der Caritas organisiert und begleitet. Die Kleiderkammer koordiniert das BRK FFB und die Deutschkurse betreut das Brucker Forum. Abschließend stellten Maria Drexler und Andrea Gummert zwei neue Projekte vor. Zum einen möchte man die anerkannten Flüchtlinge, die ihre Asylunterkünfte verlassen müssen, bei der Wohnungssuche unterstützen.

Es würden viele Wohnungen im Landkreis leer stehen, meinte Drexler und sucht Helfer, die sich bei der Wohnungssuche engagieren möchten. Daneben will sie sich mit den anderen Helferkreisen im Landkreis vernetzen. Als zweites möchte man einen Dolmetscherpool einrichten. Dabei suchen die beiden Ehrenamts-Koordinatorinnen Menschen, die schon vor längerer Zeit nach Deutschland kamen und die Sprachen der jetzt nach Deutschland strömenden Flüchtlinge beherrschen. Nähere Infos zu den beiden Helferkreisen, ihre Arbeit sowie die Ansprechpartner sind unter www.ayslhelfer-ffb.de zu finden.

Dieter Metzler

 

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