Ferienausschuss-Sitzung: Stadt Olching hat erkannt, dass die ehrenamtlichen Helferkreise an ihre Grenzen stoßen 

Hilfe für Asylhelferkreise: Stadt Olching schafft eine feste Stelle  

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Olchings Erster Bürgermeister Andreas Magg. 

Olching – Nicht nur der Münchner OB sprach sich dafür aus, ehrenamtlichen Asylhelfern durch festangestellte Fachkräfte unter die  Arme zu greifen, auch Olching schafft kurzfristig eine Stelle zur Unterstützung der Asylhelferkreise. "Es ist an der Zeit auch den Helfern zu helfen!", so Erster Bürgermeister Magg (SPD).  Der Stadtrat geht davon aus, dass diese Aufgabe jedoch von staatlichen Stellen - insbesondere von Landratsämtern - zu erledigen wäre. Aus diesem Grunde  wurde der Erste Bürgermeister beauftragt, mit dem Landratsamt eine Verwaltungsvereinbarung über die Kostenübernahme der zusätzlichen städtischen Personalkosten zu schließen. 

 Wie   berichtet, wurden in der letzten Zeit verstärkt Asylbewerinnen und Asylbewerber, darunter auch unbegleitete, minderjährige Jugendliche, im Olchinger Stadtgebiet untergebracht. Aufgrund der allseits bekannten Dynamik ist es zudem möglich, dass weitere Unterbringungen – auch sehr kurzfristig - erfolgen können. Bislang ist die Grundstimmung gegenüber Migrantinnen und Migranten durchaus positiv. Dies ist nicht zuletzt dem außerordentlichen Engagement und Motivation zahlreicher Helferinnen und Helfer, die in ihrer Freizeit unbürokratische und wertvolle Hilfestellungen geben, zu verdanken. 

Allerdings ist dieses ehrenamtliche Engagement an Grenzen angelangt, insbesondere die Koordination stellt eine Herausforderung dar. In der  Ferienausschusssitzung am 8. 9. 2015  hat der Olchinger Stadtrat als dringlichen Tagesordnungspunkt die aktuelle Flüchtlings- und Asylsituation vor Ort intensiv diskutiert und einstimmig beschlossen, dass eine Vollzeitstelle im Bereich der städtischen Sozialberatung mit dem Schwerpunkt Betreuung und Koordination der ehrenamtlichen Asylhelferkreise eingerichtet wird.

 Der Stadtrat folgte damit den Vorschlägen des zuständigen Referenten für Migration und Gleichstellung, Maximilian Gigl, des Personalreferenten Karl Haschke und des Ersten Bürgermeisters Andreas Magg. Die Stelle soll vor allem als Koordinations- und Bindeglied zwischen der Stadtverwaltung, weiteren Behörden und den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern sowie als zentraler Ansprechpartner fungieren. Des Weiteren sollen die Ehrenamtlichen bei deren wichtiger Arbeit für die bestmögliche Betreuung der Asylbewerberinnen und -bewerber aktiv unterstützt und von bürokratischen Tätigkeiten entlastet werden. "Es ist an der Zeit auch den Helfern zu helfen!", so Erster Bürgermeister Magg. "Unsere Ehrenamtlichen sorgen mit großer Motivation und Nachhaltigkeit dafür, dass das Thema Asyl und Flüchtlinge in der Stadt so unaufgeregt und besonnen in der Bürgerschaft aufgenommen und den Flüchtlingen unbürokratisch geholfen wird."

Erster Bürgermeister und Stadtrat legen jedoch Wert auf die Feststellung, dass diese Aufgabe eigentlich von staatlichen Stellen - insbesondere den Landratsämtern - zu erledigen wäre. Aus diesem Grund wurde der Erste Bürgermeister beauftragt, mit dem Landratsamt eine Verwaltungsvereinbarung über die Kostenübernahme der zusätzlichen städtischen Personalkosten zu schließen. Fraktionsübergreifend wurde in der Ferienausschusssitzung allen helfenden Händen großer Dank ausgesprochen und bestmögliche Unterstützung zugesagt.

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