Auch Fonsi gratulierte zu 10 Jahre Veranstaltungsforum Fürstenfeld – Nach schwerer Geburt nun ein städtisches Prachtkind mit gelungener Geburtstag ...

Das Saxophonquartett „Hot sax club“ - Bariton-Tenor-Sopran-Alt - war glänzend aufgelegt. Alle Fotos: Günter Schäftlein

Zur Einweihung der Stadthalle nach 5jähriger Bauzeit und dem Beginn des Veranstaltungsprogramms vor 10 Jahren schrieb die Presse über ein Wunder von Fürstenfeld. OB Sepp Kellerer erinnerte daran, dass Bgm. Max Steer das Klosterareal dem Wittelsbacher Ausgleichsfonds abkaufte, die heutige „Visitenkarte der Stadt“. Jetzt wurde der 10. Geburtstag des Veranstaltungsforums gefeiert, und "Fonsi" führte durch die Veranstaltung.

Mit Freude und Genugtuung kann das Veranstaltungsteam um Norbert Leinweber und Christine Hochenbleicher auf 2,5 Mio. Gäste in 3659 Veranstaltungen während dieser Zeit zurückblicken. Und das damit gekräftigte Selbstbewusstsein drückt sich heute schon in dem Motto aus „Alles, außer gewöhnlich.“ Zur Geburtstagsfeier hatte man aus München das weibliche Saxo-phonquartett Hotsaxclub mit Yana Kazakova, Alona Antoniadis, Uta Rank und Julia Schubert hinzugeladen: Gut für hinreissend beschwingte Melodien und eine perfekte Darbietung der erst seit 6 Jahren in dieser Formation bestehenden Band. Die ideale Ergänzung im Rahmenprogramm stellte hierzu der Don Camillo ACapella-Chor: 30 junge Sänger/innen mit starker Körpersprache und fein abgestimmten Nuancen in ihrem 3fachen Auftritt. Miteinander verknüpft wurden die musischen Geburtstagsgäste durch Christian Springer alias „Fonsi“: Gleichzeitig Spaßverderber bei den gedanklich Abgewatschten und köstlicher Spaßbereiter, wenn er Griechenland als das Land der Mathematik preist – „aber rechnen können sie nicht …“ Oder nach dem deutschen Atomausstieg fordert „Ich bin für den sofortigen Ausstieg aller Politiker.“ Scheinheilig bittet er um ein tiefempfundenes Mitleid für den so stark abgestürzten Guido Westerwelle und fragt ins Publikum hinterhältig „Wie tief ist Ihr Keller?“ Oder wenn er beim Weihnachtseinkauf nur noch auf 8 Km lange Lichterketten stößt, die da ausreichen müssen für die Umwicklung aller Wohnmöbel einschließlich Kloschüssel, für Kellerinventar, Garage, alle Gartenbäume und auch des nächstgelegenen Verkehrskreisels. „Fonsi“ sagte im Epilog nachdrücklich an das gesamte Veranstaltungsforum-Team „In Fürstenfeld paßt’s immer. Gut, dass es Euch gibt!“ Die Begrüßung zahlreicher Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur verband OB Sepp Kellerer mit der Anmeldung eines gewissen Vaterschaftsanteils beim Stadthallenforum: „Es ist unser gemeinsames Kind. Es hat mehrere Väter bei diesem Kind gegeben. Das hat uns alle zusamengeschweißt.“ Ausdrücklicher Dank ging dabei an den anwesenden Dr. Thomas Goppel. Durch ihn sei die Genehmigung beim damaligen Regierungspräsidenten Böhm erreicht worden. OB Kellerer beschrieb als ABC die historische Entwicklung von Kloster, Ökonomie und Kulturstätte Fürstenfeld: „Das ganze Unheil kam schon mit dem Ende der Maria von Brabant und blieb bis zu den Auflagen des Denkmalschutzes. Die Räumlichkeiten gaben ständig Probleme auf, so dass manchmal nichts mehr weiterging. Geld haben wir viel gebraucht, das ist unbestritten.“ Die Brucker hätten oft gezweifelt, ob da im Fürstenfeld noch mal was würde. In ihrem eigenen Rückblick aus Werkleitungssicht reichten Christine Hochenbleicher und Norbert Leinweber Bilder und Zahlen zu Programmbestandteilen nach: Fürstenfelder Konzertreihe, Jazz, Blues- und Boogieangebote, Experimentelles und Ausgewogenes in der neuen Theaterreihe, Fürstenfelder Musikklassik im Churfürstensaal. Und Abonnentenzahlen zwischen 200 und 700. „Wir haben den Geschmack unseres Publikums voll getroffen.“ Besonders erfreulich, dass sich neben Gestaltungsgruppen aus Augsburg und Landsberg/Lech auch zahlreiche Formationen aus der Stadt und dem Landkreis Fürstenfeldbruck am Programmrahmen beteiligen. „Fürstenfelder Leben“ bedeute aber auch Seminare und verschiedene Erlebniswelten, mehrtägige Veranstaltungen, Messen bis hin zum wöchentlichen Bauernmarkt. Dazu der wichtige Part der Gastronomie vor Ort in diesem kulturellen Gesamtangebot. Abschließend bedankten sich die Leiter des Veranstaltungsforums bei allen Mitarbeitern - 15 Festangestellte und 15 zeitweilig Beschäftigte - mit Blumen und einem kurzen Bühnenauftritt, denn „Fürstenfeld ist und hat Kultur“.

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