Aufruf zur Germeringer Klimademo am 25. September ab 13 Uhr

"Klimaschutz jetzt"

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Im letzten Jahr kamen zahlreiche Jugendliche und Erwachsene zur Klimademo.

Germering – „Wegen der Corona-Krise droht der Klimaschutz unter den Tisch zu fallen. Längst verpufft ist die Forderung, längst begraben die Hoffnung, die Wirtschaft nach ihrem Einbruch ökologisch und sozial umzubauen und zukunftsfähig zu machen“, das schreibt Stephan Buchberger, Schüler des Carl-Spitzweg-Gymnasiums, und adressiert damit mögliche Teilnehmer an der diesjährigen Klimademo am 25. September.

Die Nachrichten, die von der Dringlichkeit des Problems zeugen, beispielsweise über schmelzende Polkappen, Dürren oder das Artensterben werden überschattet von solchen über Todeszahlen, Testpannen und Fortschritte in der Impfstoffsuche. Dabei ist auch die jetzige Pandemie ein Phänomen, dessen Häufigkeit sich bei zunehmender Erderwärmung erhöhen wird. Umso wichtiger sei es, so sagt es der Schüler, die größere, tiefgreifendere, existenzielle Krise des Klimas nicht aus den Augen zu verlieren und gemeinsam mit den Folgen der Pandemie anzupacken. „Fridays For Future“ hat es geschafft, durch weltweite Demonstrationen im letzten Jahr die öffentliche Aufmerksamkeit auf den Klimaschutz zu lenken und Regierungen unter Druck zu setzen. 

2019 kamen über 2.000 Demonstranten

Am 25. September soll nun nach einer pandemiebedingten Pause wieder demonstriert werden, selbstverständlich unter Einhaltung der Corona-Auflagen. Wie letztes Jahr hat sich das Bündnis „Germering For Future“ dem Aufruf angeschlossen, damals kamen rund 2.000 Personen auf die Kundgebung vor der Stadthalle. Dieses Jahr fällt der Termin auf den Schlusstag der Fairen Woche, deren Anliegen mit denen des Klimaschutzes untrennbar verbunden sind. Denn Produzenten im globalen Süden, die bereits unter dem Preisdiktat der Märkte und der Ausbeutung durch Händler leiden, müssen wegen des Klimawandels zusätzlich teils empfindliche Ernteeinbußen hinnehmen. 

Menschenkette mit Symbolcharakter

Die Germeringer Klimademo soll symbolisch in Form einer Menschenkette durch die Germeringer Innenstadt stattfinden. Dabei werden die Abstände gewährleistet, indem zwischen den Teilnehmenden jeweils ein 1,5 Meter langes Stück Schnur, ein Schal oder ähnliches gehalten wird. Daran kann auch ein Plakat fixiert werden. Treffpunkt ist am Freitag, 25. September, ab 13 Uhr auf dem Platz vor der Bibliothek. Von dort wird sich die Menschenkette formieren. Das Bündnis bittet darum, nach Möglichkeit selbst ein Stück Schnur, Seil oder ein Tuch mitzubringen, um das Bindeglied zur nächsten Person in der Menschenkette zu schaffen. Plakate sind erwünscht, wer eines mitbringt, möge an Wäscheklammern zur Fixierung denken. Und ganz wichtig: Maske nicht vergessen.

red

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