Aufstellung eines digitalen Baumkatasters im Germeringer Stadtgebiet

Baum für Baum

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Die Bäume werden ab sofort in einem digitalen Baumkataster aufgenommen.

Im Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss wurde eine digitale Version des Baumkatasters der Stadt Germering vorgestellt. Klaus Raschkowski, zuständig für das Sachgebiet Umweltangelegenheiten, informierte die Sitzungsmitglieder über die Notwendigkeit dieser Aufstellung: Ein Baumkataster sei somit zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit an Straßen, in Grünanlagen, am See und in diversen städtischen Liegenschaften notwendig

Germering - Durch eine digitale Erfassung der Straßen- und Baumzustände sei eine gute Vernetzung gewährleistet, sodass Aufträge direkt an den Bauhof oder Fremdfirmen vergeben werden können. Die Standorte der Bäume werden dabei über GPS genau lokalisiert und die zugehörigen Baumdaten werden direkt in einer Datenbank aufgenommen und auf einem zentralen Geodaten-Server verwaltet und gepflegt, damit jeder Mitarbeiter die Möglichkeit hat darauf zuzugreifen. Alle Bäume der Stadt Germering werden im weiteren Verlauf begutachtet und digital verortet. Dabei werden Daten wie Baumart, Größe, Stammumfang, Vitalität oder Standsicherheit aufgenommen und eventuelle Krankheiten und die daraus resultierenden Maßnahmen verzeichnet. Das Stadtgebiet wurde dazu in sechs Teilbereiche aufgeteilt, die eine möglichst genaue Kontrolle ermöglichen sollen.

Regelmäßige Kontrollen

Denn die regelmäßige Kontrolle hinterfragen auch die Sitzungsmitglieder. Katrin Schmidt (CSU) wirft beispielsweise ein, dass nur der Ist-Zustand der Bäume kontrolliert würde. Da konnte Oberbürgermeister Andreas Haas die Anwesenden schnell beruhigen: „Die Präsenz vor Ort wird mit dem Baumkataster nicht abgenommen. Eine regelmäßige Kontrolle der Bäume muss natürlich trotzdem stattfinden“, so der OB. Auch Raschkowski belegt mit seinen bisher getä- tigten Aufzeichnungen, dass die Bäume farblich gekennzeichnet würden, um die jeweilige Priorität zu verdeutlichen und zudem gleich eingetragen wird, in welchem Abstand eine Kontrolle stattfinden soll. Dies kann im Monats- oder Jahresrhythmus erfolgen. Genauso werde direkt eingetragen, dass ein neuer Baum gepflanzt werde, sobald ein alter krankheitsbedingt oder aus verkehrstechnischen Gründen gefällt werden musste. Es wurden bereits 1.022 Bäume im Kataster aufgenommen – darunter befinden sich 200 Jungbäume. Bis zum Ende des Jahres sollen etwa 7.000 Bäume eingetragen sein. Zu beachten sei dabei aber, dass nur Bäume des öffentlichen Bereichs wie Kindergärten oder Parks – ohne Waldstücke – im Baumkataster aufgenommen werden. „Ein ambitionierter Zeitplan“, sagte Haas. 

Claudia Becker

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