Ambrosie löst Allergiesymptome aus

Albtraum für Allergiker

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Die Ambrosie, Auslöser für starke Allergiereaktionen.

Viele Allergiker werden es bereits spüren - jetzt kommt die Einwanderin aus Nordamerika wieder zur Blüte. Die Pollen der Ambrosie zählen zu den stärksten Allergieauslösern.

Landkreis – Sie können zu schweren heuschnupfenartigen Symptomen und Asthma führen. Schon kleinste Pollenmengen reichen für eine Reaktion aus. Bei Birken- oder Gräserpollen wird eine Konzentration von mehr als 50 Pollen pro Kubikmeter Luft als starke Belastung definiert, bei der Ambrosie können bereits drei Pollen eine vergleichbar starke Reaktion bei empfindlichen Menschen hervorrufen. Deswegen ruft das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege seit zehn Jahren mit einem Aktionsprogramm zur Bekämpfung dieses Einwanderers auf.

Nur mit Atemschutz entfernen

Nur bei konsequenter Bekämpfung kann diese Pflanze an der weiteren Ausbreitung in unserer Region gehindert werden. Die einjährige Pflanze kann mit der Wurzel leicht herausgezogen und in der Mülltonne entsorgt werden. Bereits blühende Exemplare sollten sicherheitshalber nur mit Atemschutz und möglichst von Personen entfernt werden, die bisher nicht pollenallergisch reagieren. Da die Ambrosie auch Kontaktallergien hervorrufen kann, sind Handschuhe ratsam.

Besonders häufig an Vogelfutterstellen

Die Ambrosie, wegen der Ähnlichkeit mit dem häufigen Beifuß auch Beifuß-Ambrosie genannt, entwickelt sich meist auf offenen Flächen (Brachflächen, entlang von Straßen und Gleisen), aber auch speziell in Gärten an Vogelfutterplätzen. Ganz wichtig ist deshalb die Kontrolle des Bereichs um die Vogelfutterstellen. Im Zweifelsfall sind die darunter aufgehenden unbekannten Pflanzen alle zu entfernen. Beim Kauf von Vogelfutter sollte gezielt nach qualitativ hochwertigem, reinem Futter gefragt werden. Auch über den Transport von Erd- und Humusmaterial wird die Pflanze häufig verbreitet.

Aufmerksamkeit der Bürger ist sehr wichtig

Im Landkreis Fürstenfeldbruck ist der Einwanderer keine Seltenheit mehr. Erst vor zwei Jahren wurden wieder zwei größere Bestände mit jeweils mehreren hundert Pflanzen an einem Straßenrand und auf einer Verkehrsinsel bei Geiselbullach entdeckt. Die Verbreitung mit samenhaltigem Erdmaterial scheint eine große Rolle zu spielen. Darüber hinaus gibt es immer wieder mal Meldungen über Funde in Hausgärten.Für eine effektive Bekämpfung ist das Landratsamt auf die Aufmerksamkeit der Bürger angewiesen. Es wäre hilfreich, wenn auch außerhalb der Gärten auf die Pflanzen am Wegesrand und anliegende relativ offene Brach- und Landwirtschaftsflächen geachtet wird. Fast alle größeren Ambrosiabestände wurden bisher aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung entdeckt.

priv.

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