Laternen werden umgerüstet

Neue Straßenbeleuchtung

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Auslaufmodell – die Brucker Straßenbeleuchtung soll auf LEDTechnik umgestellt werden.

Fürstenfeldbruck – Die Brucker Straßenbeleuchtung weist einen Stromverbrauch von etwa 1.500.000 Kilowattstunden jährlich auf. Mehr als die Hälfte davon könnten laut einer Machbarkeitsstudie durch die Umrüstung auf LED-Technik eingespart werden.

Mit dem Aktionsplan „Klimaschutz 2020“ misst die Stadt Fürstenfeldbruck der Energiewende und dem Klimaschutz große Bedeutung zu. So steht unter anderem auch die Stromeinsparung bei der kommunalen Straßenbeleuchtung auf der Agenda. Unterstützt durch einen Sachantrag von Stadtrat Martin Kellerer (CSU) wurde letztes Jahr eine Machbarkeitsstudie zur Überprüfung des Einsparpotentials durch Verwendung effizienter LED-Straßenbeleuchtung beauftragt. Die Ergebnisse wurden nun im Umwelt- und Verkehrsausschuss vorgestellt. 

Wirtschaftlichkeitsberechnung 

Das städtische Straßenbeleuchtungsnetz umfasst derzeit etwa 3.250 Leuchten, wobei seit 2012 bei neuerstellten Leuchtkörpern bereits LED-Modelle zum Einsatz kommen. Das mit der Studie beauftragte Fachbüro hat für die Wirtschaftlichkeitsberechnung alle technischen Bestandsdaten erfasst, aufbereitet und ausgewertet. In der Summe errechnete das Büro HPE, ein auf Elektrotechnik und Energieberatung spezialisiertes Unternehmen aus Feldkirchen, bei einer Investitionssumme von 1.353.000 Euro zuzüglich Nebenkosten eine durchschnittliche Einsparung von 64 Prozent und eine Amortisation von acht Jahren. 

Hoher Wartungsaufwand im Brucker Bestandsnetz

Zudem wurde darauf hingewiesen, dass die Vielfalt unterschiedlichster Leuchten im Brucker Bestandsnetz zu einem hohen Wartungsaufwand führen, so dass im Zuge der Umrüstung wohl auch Straßenüberspannungen wie beispielsweise in der Pucher- oder Aicher Straße durch Masten ersetzt werden. „Gewöhnungsbedürftig“, findet das Stadtrat Christian Götz von der BBV. „Wenn ich durch die Pucher Straße gehe und plötzlich Masten auf dem ohnehin recht schmalen Gehsteig im Weg stehen, könnte es mit Kinderwagen ziemlich eng werden.“ Hier werde man auf geeignete Standorte achten, war vonseiten der Verwaltung zu hören. Ebenso wurden Bedenken, neu aufgestellte Masten könnten eventuell Schlafzimmer erhellen und die Bürger um ihren Schlaf bringen, zerstreut. Die LED-Technik habe eine andere Lichtintensität und biete zudem die Möglichkeit, zielgerichteter die Straßen zu beleuchten. 

Förderprogramm soll Fehlbetrag abdecken

Für den Haushalt wurden zur Erneuerung 200.000 Euro jährlich bis 2020 beantragt. Laut Kämmerei besteht keine Möglichkeit, weitere Mittel bereitzustellen. Der Fehlbetrag soll durch ein Förderprogramm abgedeckt werden. Das hieße jedoch, dass der Umbau nur nach den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln in den kommenden Jahren sukzessive abgearbeitet werden kann. „Es gibt doch zur Zeit die Möglichkeit, über die LfA (Förderbank Bayern) einen zinslosen Infrakredit zu beantragen“, warf Alexa Zierl (parteilos) ein. „Damit könnten wir die gesamte Summe bereitstellen und die Umstellung auf LED-Technik in einem Arbeitsgang durchführen.“ 

Diese Idee fand auch bei den übrigen Ausschussmitgliedern Zustimmung. Entsprechend wurde die Verwaltung vom Ausschuss beauftragt sowohl die Förderung zu beantragen als auch zu prüfen, ob eine schnellere Umsetzung durch Kredite, wie dem von Zierl ins Gespräch gebrachten Infrakredit der Lfa, möglich ist.

Peter Fischer

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