Landrat Karmasin, die Sprecherin des Arbeitskreises Mahnmal FFB sowie ein Vertreter der KZ-Gedenkstätte Dachau laden am 29. 4., 16 Uhr ins Landrat ...

Ausstellungseröffnung "Das andere Leben – die jüdischen Kinder von Kovno 1941 - 1945" von Solly Ganor

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Unser Archivbild zeigt das Gedenken 2012 vor dem Todesmarsch-Mahnmal in der Kreisstadt FFB, das seit 20 Jahren besteht, mit Überlebenden/Zeitzeugen  aus Israel. 

Fürstenfeldbruck – Alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises sind eingeladen, am Dienstag, 29. April ab 16 Uhr in das Landratsamt Fürstenfeldbruck zur Ausstellungseröffnung und Führung „Das andere Leben – die jüdischen Kinder von Kovno 1941 – 1945“ von Solly Ganor sowie zu Vorträgen anlässlich 20 Jahre Todesmarsch-Mahnmal in der Kreisstadt Fürstenfeldbruck zu kommen.

 Zur Eröffnung werden Landrat Thomas Karmasin, die Sprecherin des Arbeitskreises Mahnmal Fürstenfeldbruck Julia Zieglmeier und ein Vertreter der KZ-Gedenkstätte Dachau sprechen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu einer Führung mit der Kuratorin Barbara Hutzelmann.

„Das andere Leben“ lautet der Titel der deutschen Ausgabe des Buches von Solly Ganor, indem er von seiner Kindheit, von seinem Leben und Überleben im Ghetto Kaunas und in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern berichtet. Die in der Ausstellung gezeigten Fotos bezeugen jenes „andere Leben“ und stellen die Orte der Verfolgung und Entrechtung vor.

Das gemeinsame Projekt steht in Zusammenhang anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Todesmarsch-Mahnmals in der Kreisstadt Fürstenfeldbruck. Am 28. April 1994 wurde die von Hubertus von Pilgrim geschaffene Skulptur an der Verkehrsinsel Dachauer Str./ Ecke Augsburger Str. in der Kreisstadt der Öffentlichkeit zum Gedenken an die Todesmärsche der KZ-Häftlinge kurz vor Kriegsende 1945 stellvertretend für alle Städte und Gemeinden in der Region übergeben. Durch zahlreiche Spenden der Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie der Beteiligung von Stadt und Landkreis Fürstenfeldbruck war die Verwirklichung des Bronzegusses möglich geworden. Solly Ganor und Zwi Katz, ebenfalls Überlebender des KZ, hielten damals ergreifende Reden im Sparkassensaal in Fürstenfeldbruck. 

Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung und Führung bietet der Arbeitskreis Mahnmal ab 18 Uhr im großen Sitzungssaal zwei Vorträge an: „Trauer, Erinnerung und Konfrontation - Geschichte, Aufarbeitung und Aktualität des Nazismus im Landkreis“ gehalten von Peter Bierl, Redakteur der Fürstenfeldbrucker SZ, und „Wie das Mahnmal entstand“,  gehalten von Dr. Dirk Walter, Redakteur beim Fürstenfeldbrucker Tagblatt und Mitgründer des Arbeitskreises Mahnmal Fürstenfeldbruck.

Wer am 29. April keine Zeit hat, kann die Ausstellung bis 9. Mai während der Öffnungszeiten des Landratsamtes von Montag bis Donnerstag 8 – 18 Uhr und Freitag 8 – 16 Uhr besichtigen. Die Ausstellung ist ein Projekt der KZ Gedenkstätte Dachau und wurde gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und dem Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst.

redkb

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