Faszination elektrisches Licht

Ausstellung »Erleuchtet« im Museum FFB noch bis 26. September

Gemälde von Ludwig von Senger „elektrisch beleuchtetes Kreuz an der Leonhardkirche“ wird im Museum FFB ausgestellt
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Das Gemälde „Elektrisch beleuchtetes Kreuz an der Leonhardkirche“ von Ludwig von Senger.

Fürstenfeldbruck – Seit jeher versuchen Menschen, Dunkelheit durch Licht zu vertreiben. Künstliche Lichtquellen ermöglichten es, die Nacht zum Tag zu machen und ließen Tätigkeiten zu, die in der Finsternis kaum oder gar nicht möglich waren. Der Wunsch, es immer dort hell zu haben, wo und wann man möchte, trieb die Entwicklung des künstlichen Lichts mit der zunehmenden Industrialisierung im 19. Jahrhundert rasch voran. Die Erfindung der Glühbirne war ein technischer Meilenstein in diesem Prozess.

Nicht nur öffentliche Plätze, Theater oder Fabriken konnten nun erleuchtet werden, eigene verfügbare Lichtquellen schufen auch neue Möglichkeiten für einen Rückzug ins Private. Zugleich entwickelte sich ein reges Nachtleben auf hell erleuchteten Boulevards. Geselligkeit im öffentlichen Raum erhielt immer neue Facetten.

Gemälde, Grafiken, Fotografien und Objekte zeigen, wie allzeit verfügbares elektrisches Licht den Alltag verändert hat. Auch Künstler waren fasziniert, ließen sich inspirieren und experimentieren bis heute mit Licht.

Der historische Kontext der Elektrifizierung spielt für Fürstenfeldbruck eine besondere Rolle, gehörte die Marktgemeinde durch das Wirken Oskar von Millers zu den ersten Orten mit zentraler Elektrizitätsversorgung.

Schöner Strom. Fotografien von Karl Heinz Rothenberger Ohne Strom kein elektrisches Licht. Karl Heinz Rothenberger setzt in analoger Kleinbildtechnik mit der Leica M7 „subjektiv durch das Objektiv“ die Ästhetik von Turbinen, Generatoren und Elektrizitätswerken in Szene. Die Schwarz-Weiß Fotografien vermitteln einen ganz individuellen Blick auf Industriedenkmäler und Maschinen rund um das Thema Energie. Dazu gehören auch die frühen Kraftwerke Oskar von Millers. Rothenbergers Fotografien sind Zeugnisse menschengemachter technischer Artefakte auf höchstem künstlerischem Niveau.

red

Die Ausstellung

„Erleuchtet!“ ist Teil des Gemeinschaftsprojekts „Hell & Dunkel“ zum 25-jährigen Jubiläum des Museumsverbunds „Landpartie - Museen rund um München“. Sie ist Dienstag bis Samstag von 13 bis 17 Uhr und Sonntag sowie Feiertags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

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