"Natura Naturans"

Ausstellung im Haus 10: Von Natur und Mensch geschaffen

1 von 4
Charlotte Panowsky vom Künstlerverein Fürstenfeldbruck stellt unter dem Titel „Genius trifft Anima“ 20 Palettenpapiere in neuer Komposition aus.
2 von 4
3 von 4
4 von 4

Was schafft die Natur selbst? Und wo ist der Mensch Teil eines Naturprozesses? Diese Fragen wollten sich Künstler bei einem einwöchigen Symposion stellen und Arbeiten zum Thema „Natura Naturans – Die schaffende Natur“ erschaffen. Wegen Corona musste das Vorhaben abgesagt werden. Dennoch haben sich 16 Künstler mit dem Thema auseinandergesetzt – entstanden ist eine Ausstellung, die noch bis zum 20. September zu sehen ist.

„Hätten wir uns alle gemeinsam hier mit dem Thema auseinandergesetzt, hätten wir womöglich zusammen gearbeitet und es hätte Beziehungen zwischen den Werken gegeben“, sinniert Vorsitzende Charlotte Panowsky vom Künstlerverein Fürstenfeldbruck. Doch jetzt sei es umso spannender gewesen, „weil ich nicht wusste, was jeweils von den Künstlern kommt“, sagt sie. Von den acht Künstlern des Brucker Vereins und den acht Künstlern der Gruppe c/o:K aus Linz kamen die unterschiedlichsten Arbeiten zusammen. Vom Gemälde, über ein Video bis hin zu Installationen und Fotografie haben sich alle mit dem Schaffen der Natur und des Menschen beschäftigt. 

Installation aus Tierschädel und Wespennest

Andreas Strohhammer aus Linz beispielsweise fotografierte bei einem Spaziergang im Wald in Böhmen einen „Waldgeist“ – Mit Moos und Flechten überwuchertes Geäst weckte in ihm diese Assoziation. Irmgard Paule aus Planegg gestaltete die Installation „Die Residenz der Wespenkönigin“. In einem beleuchteten Stoffschlauch hing sie Muscheln, Äste und Federn. Sogar ein Schädel eines Tieres sowie ein verlassenes Wespennest ist dabei. „Meine Idee war, diesen Fundstücken aus der Natur einen Raum zu schaffen und ihnen damit eine eigene Bedeutung zu geben“, erzählt sie dazu. 

Schlange verschlingt Frosch 

Peter Neuberger aus Fürstenfeldbruck fand zum Thema einen passenden Film in seinem Archiv. In „Naturdrama“ sieht man zwei Minuten lang, wie eine Schlange ihre Beute – ein gelähmter Frosch – ins Gebüsch zerrt. „Ein Naturschauspiel, das man selten zu Gesicht bekommt“, sagt der Künstler dazu. Panowsky zeigt in einer Collage aus 20 Papieren, wie Kunst unbewusst und ohne eigenständiges Zutun entstehen kann. 

Ausstellung noch bis zum 20. September zu sehen

Die farbigen Papiere dienen der Malerin eigentlich zum Anmischen ihrer Ölfarben bis sie nun zu eigenen Kompositionen geworden sind. Josef Ramaseder aus Linz dagegen lässt die Natur für ihn arbeiten. Er trägt Pilzsporen auf grundierte Leinwände auf, die dann scheinbar von Zauberhand Muster entstehen lassen. Die Ausstellung ist bis zum 20. September im Haus 10 geöffnet. Am 19. September um 17 Uhr gibt es außerdem eine Lesung mit Uwe Kosubek. Der Eintritt ist frei.

Miriam Kohr

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

+++ Corona-Ticker +++ 1.210  Fälle - derzeit 70 Personen infiziert
+++ Corona-Ticker +++ 1.210  Fälle - derzeit 70 Personen infiziert
Neues Corona-Testzentrum in Fürstenfeldbruck in der Hasenheide eingerichtet
Neues Corona-Testzentrum in Fürstenfeldbruck in der Hasenheide eingerichtet
Ab sofort können kostenlos Lastenfahrräder in Fürstenfeldbruck ausgeliehen werden
Ab sofort können kostenlos Lastenfahrräder in Fürstenfeldbruck ausgeliehen werden
Fliegerhorstgelände in Fürstenfeldbruck stellt Stadt und Gemeinden vor große Aufgaben
Fliegerhorstgelände in Fürstenfeldbruck stellt Stadt und Gemeinden vor große Aufgaben

Kommentare