Azubis in Bruck verabschiedet

Hoffnungsträger für die Wirtschaft

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Die „Innungsbesten“: Anna Pschebezin aus Tegernbach (Friseurin), Anne-Katrien Ebersperger aus Gröbenzell (Fachverkäuferin im Nahrungsmittelhandwerk), Tobias Woitek aus Germering (Maurer) und Yvonne Barth aus München (Tischlerin).

Mit der Freisprechung sind seit 12. September 32 Auszubildende im Arbeitsleben angekommen. Entsprechend groß war die Freude, als die jungen Handwerker den Gesellenbrief erhielten. Gäste aus den verschiedensten Bereichen waren zur Freisprechungsfeier in die Aula des Graf-Rasso-Gymnasiums gekommen.

Fürstenfeldbruck – „Kraft meines Amtes als Kreishandwerksmeister spreche ich Sie im Namen der Handwerkskammer frei. Ich spreche Sie frei von den Pflichten gegenüber Ihrem Ausbildungsbetrieb sowie gegenüber der Schule“, sagte Kreishandwerksmeister Harald Volkwein zu den frischen Handwerkern. „Ich spreche Sie nicht frei, weiter zu lernen, ein kritischer Bürger unserer Gesellschaft zu sein, und sich am öffentlichen Leben zu beteiligen.“

Meister ihres Fachs

„Mit der beruflichen Ausbildung haben Sie nun das optimale Rüstzeug erhalten, um Ihr Leben jetzt selbst in die Hand zu nehmen“, sagte die Leiterin der Staatlichen Berufsschule Fürstenfeldbruck, Andrea Reuß. Doch um „Meister ihres Faches“ zu werden, sollten sie permanent am Ball bleiben, gab die Berufsschulleiterin den Gesellen mit auf den Weg. Sie appellierte an die jungen Menschen neben der beruflichen auch Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen. Der Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern, Franz Xaver Peteranderl, gratulierte den Gesellen zur erfolgreichen Prüfung. Er dankte den Menschen, die zu diesem Erfolg einen Beitrag geleistet haben. „Sie haben sich drei Jahre bemüht, aus ihnen gestandene Mannsbilder zu machen.“ 

Geschafft, was für viele ein Traum ist

Als Hoffnungsträger für die Wirtschaft bezeichnete der Kammerpräsident die Junggesellen, deshalb sollten sie mit der Prüfung nicht das Ende ihrer Ausbildung sehen, sondern weiter für das Handwerk „brennen“ und mit Leidenschaft ihren Beruf ausüben. Gut ausgebildete Fachkräfte werden händeringend gesucht. Das Handwerk biete den Junghandwerkern für die Zukunft hervorragende Karrierechancen. „Ihnen stehen alle Türen offen.“ Durch gezielte Weiterbildungsmaßnahmen sei selbst ein Studium möglich. Landrat Thomas Karmasin, der von einer Veranstaltung mit den Asylhelferkreisen kam, spannte bei seinem Grußwort den Bogen von den jungen Asylbewerbern zu den Gesellen. „Sie haben heute etwas geschafft, was für andere ein unglaublicher Traum ist, den sie mit aller Macht versuchen zu erreichen. Vielleicht denken Sie im Laufe Ihres weiteren beruflichen Werdegangs einmal daran, den ein oder anderen, der sich diesen Traum erfüllen konnte, bei sich als Mitarbeiter einzustellen.“

Bis zur Rente in der gleichen Firma

Bevor der Kreishandwerksmeister und die jeweiligen Obermeister die Innungsbesten auszeichneten, wurde der Anton-Hoch-Gedächtnispreis durch Uta Hoch, der Witwe des ehemaligen Kreishandwerksmeisters an neun Preisträger mit den Noten 1,4 bis 2,0 verliehen.Franz Göbel von der Schreinerei Albert Holzmüller aus Moorenweis bekam von Ehrenkreishandwerksmeister Franz Höfelsauer eine Urkunde für eine außergewöhnliche Treue zum Betrieb. Von der Lehre bis zur Rente arbeitete Göbel in der gleichen Firma.

Dieter Metzler

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