Authentisch sein – Motto des Vortrags beim Wirtschaftsempfang in Fürstenfeldbruck –

Viel Applaus erhielt der Festredner des Wirtschaftsempfangs des Landratsamtes, Michael Rossie´ für seinen Vortrag mit dem Thema „Sich in Szene setzen, ohne sich in Szene zu setzen“. (ganz r.), hier im Gespräch mit Geschäftsleuten und Landrat Thomas Karmasin (2. v. l.) Foto: Metzler

„Werden Sie, wie Sie sind. Das ist die beste Botschaft, die ich für Sie habe.“ Mit dieser an und für sich einfachen Mission an die rund 200 Gäste des elften Wirtschaftsempfangs des Landkreises Fürstenfeldbruck beendete der Festredner, Sprechtrainer, Schauspieler, Buchautor und Coach Michael Rossie seinen Vortrag mit dem Thema „Sich in Szene setzen, ohne sich in Szene zu setzen“.

Eine Stunde lang riss der in Gräfelfing lebende Rossie die Gäste aus der regionalen Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Banken und Bundeswehr mit seinem aufgelockerten und unterhaltsamen Auftritt mit und machte ihnen dabei zugleich deutlich, dass authentisch sein gar nicht so einfach ist und lediglich so zu tun eine halbherzige Lösung ist. Dabei ging es Rossie auch darum, vor allem die eigenen Verhaltensweisen zu hinterfragen. Wie wirkt man kompetent, zuverlässig, teamfähig, belastbar und vor allem, wie wirkt man sympathisch. Der geborene Kölner gab bei seinem von viel Beifall begleitetem Vortrag jede Menge Tipps für die Selbstpräsentation und den Umgang mit fremden Menschen. Seine Schauspielausbildung kam dem seit über 25 Jahren als Sprechtrainer arbeitenden Rossie zugute. Die Lacher hatte er jedenfalls auf seiner Seite, als er den Gästen im großen Sitzungssaal vorspielte, wie man sich durch eine gekünstelte Sprechweise mit falscher Betonung nur blamieren kann. Den Zuhörern riet Rossie aufgesetzte Attitüden oder Programme wegzulassen. Eine Sympathie zu Menschen entstehe zunächst durch alles Nonverbale. „Wenn sie einen Trick kennen, nutzen sie ihn“, sagte er, „wenn den Trick die ganze Welt kennt, lassen sie es sein.“ „Nach diesem Vortrag sagt man besser nichts mehr, nur noch, dass das Buffet eröffnet ist“, sagte dann auch Landrat Thomas Karmasin und bat nach dem Auftritt von Rossie die Gäste zum Stehempfang auf die Galerie und ins Foyer. „Wenn es den Wirtschaftsempfang nicht schon gäbe, müssten wir ihn heute erfinden“, mit diesen Worten hatte Karmasin eingangs seine Begrüßung beendet, wobei er einen kurzen Rückblick auf die vergangenen zehn Empfänge gab und dabei eingestand, beim ersten Empfang am 12. Juli 2001 etwas nervös gewesen zu sein, weil er nicht wusste, was ihn erwarte. Doch längst bestehe eine wechselwirksame Vertrautheit und man sei unter sich wie bei einer Familienfeier. So avancierte dann auch im Jubiläumsjahr der Empfang beim anschließenden exzellenten Buffet zur Kommunikationsplattform unter den anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmern, den Vertretern aus Politik und Verwaltung. Nachdem seit 2005 die Gäste dem Wirtschaftsempfang Benefizcharakter verliehen hatten, stellte sich diesmal der „buss-Kinder e.V.“, ein in Germering beheimateter Familienkreis behinderter und schwerkranker, sterbender Kinder mit seiner Vereinsarbeit vor.

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