Oldtimertage in Fürstenfeldbruck

10.000 Besucher bei Oldtimertagen mit 900 Fahrzeugen

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Sie sind etwas langsamer und oft ein wenig lauter. Sie heben sich vor allem aber vor anderen Autos ab. Sie sind einfach etwas Besonderes: Oldtimer. Sie haben Charme und zeugen von der Individualität des Besitzers – und sie sind einfach liebenswert.

Fürstenfeldbruck – Alte Autos liegen im Trend. Schätzungsweise fahren auf deutschen Straßen rund eine halbe Million Pkw mit dem H-Kennzeichen. So fanden wieder vor historischer Kulisse am 3. September-Wochenende die „Oldtimertage Fürstenfeld“ statt. Seit 2005 zählt diese Veranstaltung im Veranstaltungsforum Fürstenfeld, dem ehemaligen Klostergelände, zum Pflichtprogramm eines jeden Liebhabers kultivierter Klassikautomobile. Die Oldtimerliebhaber zog es zwar heuer wieder magisch hin, aber aufgrund des nicht gerade einladenden Wetters wurde der angestrebte Besucher-Rekord von 15.000 verfehlt. Aber immerhin: Mehr als 10.000 Oldtimer-Liebhaber ließen den Veranstalter nicht im Regen stehen und statteten dem mit 180 Ausstellern und knapp 900 Fahrzeugen größten Oldtimer-Event in der Region ihren Besuch ab.

Neuer Name: "Motorworld Oldtimertage Fürstenfeld"

Für die mit der S-Bahn anreisenden Besucher hat der Veranstalter gar einen kostenlosen Bus-Shuttle vom Brucker Bahnhof zum Veranstaltungsforum eingerichtet. Der Veranstalter der Oldtimertage, Mike Trommer, Geschäftsführer von Magna-Ingredi Events, ist heuer erstmals mit Motorworld eine Partnerschaft eingegangen, um den beliebten Treff der Oldtimerszene noch erfolgreicher zu gestalten. Durch die Partnerschaft tragen die Oldtimertage nun offiziell den Namen „Motorworld Oldtimertage Fürstenfeld“. Die Zahl 10.000 wollte Trommer zwar nicht in den Mund nehmen, aber „einige Tausend seien wieder gekommen“, meinte er. Der Zeitpunkt des ersten Wiesn-Wochenendes habe sich seit über zehn Jahren bewährt, teilte Trommer mit.

Autos im Wert von 1,8 Millionen

„Die Kombination aus Oldtimertage und Oktoberfestbesuch ist sehr beliebt“, sagte er und gab zugleich mit dem 22. und 23. September den Termin für das nächste Jahr bekannt. Einen Rekord gab es zum zweiten Mal im Rahmen der Oldtimer-Tage durchgeführten Oldtimerauktion. Dabei wurden Fahrzeuge mit einem Gesamtschätzwert von 1,8 Millionen Euro angeboten. Darunter als Höhepunkt ein weißer Mercedes-Benz 220 S Ponton von 1957 und ein roter Porsche 356 A, Baujahr 1956 – beide für einen Schätzpreis von jeweils rund einer viertel Million Euro, sowie eine Vincent Rapide B, Motorrad aus dem Jahre 1948 mit einem Schätzwert von 100.000 Euro. Das Interesse war riesengroß, denn der Säulensaal im Veranstaltungsforum war bis auf den letzten Platz gefüllt. 

Children's Choice Award

Die teuersten Autos fanden zwar keine neuen Besitzer, aber Trommer schätzt, dass etwa 30 Prozent der über 30 Old- und Youngtimer einen neuen Besitzer fanden. Großes Interesse fand der Benetton Ford B 194, das Formel-Eins-Auto, in dem Michael Schumacher 1994 zum ersten Weltmeistertitel fuhr. Immer noch große Anziehungskraft besitzt der Teilemarkt, wo viele Schnäppchenjäger auf der Suche nach ausgefallenen Ersatzteilen gingen. Erstmals gab es beim Concours d`Elegance eine mit Kindern besetzte Jury, die den „Children`s Choice Award“ vergaben. Dabei bewerteten die Kids die teilnehmenden Fahrzeuge aus ihrer ganz persönlichen Sicht.

"Eine tolle Kulisse"

Einen perfekten Hintergrund für den Concours bot der malerische Platz vor der Klosterkirche, der heuer erstmals dazu benutzt wurde. „Eine tolle Kulisse“, befand Trommer. Neben klassischen Oldtimern ließen die Veranstalter diesmal auch Sonderklassen zur Bewertung zu. So war eine der neuen Bewertungsklassen dem 70. Geburtstag von Ferrari gewidmet, und unter „Little Italy“ wurden in einer charmanten Klasse die italienischen Kleinstfahrzeuge mit Sonderkarosserien zusammengefasst, darunter ein weltweit einzigartiger Fiat 600 des legendären Automobildesigners und Karosseriebauers Pietro Frua, um nur zwei der vier Klassen zu erwähnen.

Dieter Metzler

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