Schwerer Badeunfall

SUP-Boarderin gerät in Amper unter Baumstamm - lebensgefährlich verletzt

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Die Feuerwehr Grafrath war bei der Rettung mit im Einsatz. Sie beseitigte mit der Wasserwacht Baumstämme.

Grafrath - Zu einem schweren Badeunfall kam es am Nachmittag des 8. August im Bereich Grafrath auf der Amper.

Eine 18-Jährige aus dem Brucker Landkreis war mit einem Freund auf Stand-Up-Paddles auf der Amper unterwegs vom Ammersee nach Grafrath.

Auf Höhe der Einstiegsstelle Grafrath liegt derzeit aufgrund der langanhaltenden Regenfälle reichlich Geäst, zum Teil auch ganze Baumstämme im Flusslauf, sodass sich viele schwer zu erkennende Stromschnellen und Stauungen bilden. Die 18-jährige verfing sich ersten Ermittlungen der Polizei zur Folge mit ihrem Sicherungsseil in einer solchen Stromschnelle und wurde unter Wasser gezogen.

Begleiter konnte nicht mehr zurück

Als ihr Begleiter auf die Notsituation der 18-jährigen aufmerksam wurde, war er bereits die Stromschnelle hinunter gefahren und konnte aufgrund der Strömung nicht mehr zu ihr gelangen. Auch die sofort zur Hilfe geeilte Wasserwacht hatte Schwierigkeiten, die mittlerweile bewusstlose Verunglückte zu erreichen.

Mit Rettungshubschrauber ins Klinikum

Erst durch einen anderen Badenden, der sich flussabwärts zur Verunglückten treiben ließ, konnte sie aus ihrer Lage befreit und an Land gebracht werden. Dort leiteten Ersthelfer sofort Reanimationsmaßnahmen ein, die bis zum Eintreffen der Rettungskräfte fortgeführt wurden. Die Verunglückte konnte erfolgreich reanimiert werden und wurde mit einem Rettungshubschrauber mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Klinikum nach Augsburg gebracht.

Aktuell nicht in Flüssen baden

"Die Nutzung von Fließgewässern zu Badezwecken kann aufgrund der zurückliegenden langanhaltenden Regenfällen derzeit lebensgefährlich sein", warnt die Feuerwehr Grafrath. Daher wird eindringlich von der Nutzung von Flüssen als Freizeitaktivität abgeraten. Insbesondere die bereits genannten entstandenen Stromschnellen und Geäst können eine schwer zu erkennende Lebensgefahr darstellen.

red

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