Frühjahrsversammlung des Bäckerhandwerks in Fürstenfeldbruck 

Hoher Kostendruck und harter Wettbewerb setzten dem Lebensmittelhandwerk zu 

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v. li.: Stellvertretende Obermeister Ulli Drexler (Jesenwang), Fachverkäuferin Sabrina Pielmeier aus Maisach, Mutter von Josef Böhmer aus Gröbenzell, Theresa Nau aus Grunertshofen und Kreishandwerksmeister und Obermeister der Bäcker Franz Höfelsauer.

Fürstenfeldbruck – Der hohe Kostendruck und harte Wettbewerb mit den Discountern setzt dem Lebensmittelhandwerk weiterhin schwer zu. Die Produkterweiterungen im Backwarensortiment hat dabei die Situation bei den Bäckern zusätzlich noch verschärft. „Viele Betriebe haben sich jedoch den schwierigen Marktverhältnissen angepasst“, sagte der Obermeister der Bäckerinnung Fürstenfeldbruck, Franz Höfelsauer, bei der Frühjahrsversammlung am 26. Februar im Hotel Post.

 „Unsere Bäcker setzen auf ein regionales und qualitativ hochwertiges Produktsortiment, statt auf Massenware.“ Die hervorragenden Ergebnisse bei der jährlich öffentlichen Stollen- und Brotprüfung seien ein Indiz dafür, dass sich das Bäcker-Handwerk auf dem richtigen Weg befinde, so Höfelsauer. „Letztlich setzt sich bei den Kunden Qualität durch.“ Spenden, wie unlängst, von 60 großen Brezn zur Siegerehrung bei der Schüler-Olympiade der Schule Nord tragen zudem zum guten Image der Bäckerinnung bei, ebenso wie die bundesweite Aktion zum „Tag des Butterbrotes“. Auch bei der Aufnahme der deutschen Brotkultur in die UNESCO-Liste des immateriellen Welterbes befinde man sich auf einem guten Weg, teilte der Obermeister der Bäcker mit. Nachdem der Handwerkerpreis erstmals nicht mehr beim Wirtschaftsempfang der Stadt heuer vergeben wird, schlug Höfelsauer eine Sommerveranstaltung mit einem Festredner vor.

 „Da könnte man die Öffentlichkeit noch stärker für das Handwerk sensibilisieren“, so Kreishandwerksmeister Höfelsauer. Der bei der Freisprechungsfeier vergebene Anton-Hoch-Preis wird zukünftig von der Kreishandwerkerschaft ausgelobt, nachdem die Witwe des ehemaligen Kreishandwerksmeisters Anton Hoch die Vergabe des Preises vertraglich der Kreishandwerkerschaft übertragen hat. Neben einem Geldpreis winkt den Preisträgern in der Regel auch noch eine Einladung der CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt nach Berlin. Insgesamt blicke das Handwerk zuversichtlich in die Zukunft, beendete Höfelsauer seinen Bericht. 

Die 3.574 Handwerksbetriebe im Landkreis erwirtschafteten bei einem Umsatz von 1,085 Milliarden Euro ein Plus von 1,6 Prozent. Mit einer fast Vollbeschäftigung und sprudelnden Steuern sowie hohen Zahlungen in die Sozialkassen bleibe Deutschland der Konjunkturmotor und die Tragsäule Europas. 19 backende Betriebe aus dem Landkreis gehören der Innung an. In unterschiedlichen Ausbildungsjahren befinden sich insgesamt aktuell 14 Bäckerlehrlinge und 37 Fachverkäuferinnen. Seit September betragen die Ausbildungsvergütungen gestaffelt nach Ausbildungsjahren 430, 550 und 670 Euro. Auch eine Premiere gab es bei der Frühjahrsversammlung der Bäcker. Erstmals überreichten Höfelsauer und sein Stellvertreter Ulli Drexler Sabrina Pielmeier von der Bäckerei Wimmer und Theresa Nau vom elterlichen Betrieb in Grunertshofen sowie der Mutter des erkrankten Josef Böhmer, der bei der Firma Rackl in Olching das Bäckerhandwerk erlernte, die Gesellenbriefe. „Normalerweise werden die Gesellenbriefe bei der Freisprechungsfeier im September überreicht“, erklärte Höfelsauer, „doch uns erschien der Zeitpunkt zu spät, drum haben wir uns entschlossen, den Absolventen heute zu gratulieren.“ Ohne qualifizierte Mitarbeiter werde das Bäckerhandwerk keinen Bestand haben, betonte Höfelsauer bei seiner kurzen Laudatio. „Ihr seid ein wichtiges Mitglied unseres Berufsstandes und bedeutende Säulen für die Zukunft im Bäckerhandwerk.“

 

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