Bäcker-Innung tagte in der Furthmühle - Sonderausstellung

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DIETER METZLER, Egenhofen - „15 Jahre Obermeister, das ist keine Selbstverständlichkeit“, sagte der Geschäftsführer des Landes-Innungsverbandes für das bayerische Bäckerhandwerk, Dr. Wolfgang Filter, als er bei der Jahresversammlung der Bäcker-Innung Fürstenfeldbruck, Obermeister Franz Höfelsauer mit dem Ehrenteller des Bäcker-Handwerks ehrte. In einer kurzen Laudatio dankte Dr. Filter dem Brucker Innungsmeister für anderthalb Jahrzehnte unermüdliches Engagement und hob insbesondere das gut funktionierende Zusammenspiel zwischen Betrieb, Innung und Verband hervor. Dies sei mit ein Verdienst Höfelsauers, der auch der Vollversammlung der Handwerkskammer angehört. Er habe in den vergangenen Jahren viele konstruktive Anregungen und Vorschläge gemacht, so Dr. Filter. Höfelsauer, der zugleich Kreishandwerksmeister und CSU-Stadtrat ist, wurde von der Ehrung völlig überrascht und freute sich riesig über die Auszeichnung. Sein Stellvertreter Ulrich Drexler aus Jesenwang verlieh mit dem Auftritt seiner musikalischen Familie der diesjährigen Versammlung zusätzlich einen feierlichen Rahmen. Bevor der Innungs-Obermeister seinen Jahresbericht abgab und Geschäftsführerin Jutta Sellin die Jahresrechnung 2009 sowie den Haushaltsplan für 2010 vortrug, gab Müllermeister Albrecht Aumüller einen historischen Abriss über die Furthmühle. Einen passenderen Ort als die Furthmühle bei Egenhofen hätten sich die Bäcker für ihre diesjährige Versammlung nicht auswählen können, läuft doch im Museum der Furthmühle noch bis zum 21. November die diesjährige Sonderausstellung unter dem Motto „Backe, backe Kuchen“, der die Bäcker anschließend einen Besuch abstatteten. Als Highlights bezeichnete Höfelsauer in seinem Bericht die Landesverbandstage in Landshut, die Obermeister-Tagung in München den Verbandstag in Augsburg, die Gesundheitstage in Fürstenfeld mit Speed-Dating sowie den Berufs-Infomarkt und die jährliche Stollenprüfung im Sparkassen-Foyer. Der private Verbraucher zeigte sich aufgrund der Wirtschaftskrise sehr verhalten, was sich in rückläufigen Zahlen niederschlug, berichtete Höfelsauer. Gegen den Preisdruck der Industrie-Produktion müsse man mit guter Qualität und freundlichem Service entgegentreten, um die Kunden zu halten, so der Innungs-Obermeister, der mit Sorge die Verlängerung des Mutterschutzes von 14 auf 20 Wochen sehe, da gerade in der Bäcker-Branche doch viele junge Frauen arbeiten. Als eine Belastung für die Betriebe bezeichnete Höfelsauer auch die Änderung der Radio- und TV-Gebühren. Erfreulich sei dagegen, dass die „Ampelkennzeichnung“ endlich vom Tisch sei. Keine Gegenstimmen aus der Versammlung gab es bei Höfelsauers Antrag, den Mitgliedsbeitrag rückwirkend zum Jahresbeginn von 125 auf 150 Euro zu erhöhen. An den beiden Messen, der „FFB-Schau“ und der Trendmesse „Forum For Best“ beteiligt sich die Bäckerinnung nicht. Den an der „FFB-Schau“ in Olching teilnehmenden Metzgern sicherte Höfelsauer jedoch Unterstützung zu.

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