Das Rezept von Innungsobermeister Werner Nau gegen die Konkurrenz: "Service"

Bäckerinnung in hartem Wettbewerb mit den Discountern

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Geehrt: Franz Höfelsauer (3. v. r.) war 20 Jahre lang Obermeister der Bäckerinnung. Obermeister Werner Nau, dessen Gattin Angelika, Peter Mück vom Landesinnungsverband, Höfelsauers Gattin Renate und Kreishandwerksmeister Harald Volkwein gratulierten.  

Fürstenfeldbruck – Die wirtschaftliche Situation bei den Bäckern ist gut, allerdings sieht deren Innungsobermeister Werner Nau das Lebensmittel-Handwerk in hartem Wettbewerb mit den Discountern. Sein Rezept, um sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen: Service. „Wir müssen uns von Discountern und Backindustrie abgrenzen“, sagte Nau bei der Jahresversammlung der Brucker Innung vor knapp 20 Gästen im Hotel Post.

Der Service am Kunden sei die Stärke der Handwerks-Bäcker. „Daran wird die Industrie nie hinkommen.“ Allerdings müssen die Bäcker auch Mehrleistung bringen, zumal die Verbraucher eine genaue Kennzeichnung der Inhaltsstoffe in den Lebensmitteln erwarten. Die Umsetzung der Allergen-Kennzeichnung sei zwar ein Mehraufwand. Aber Nau sieht darin auch eine Chance: „Wir können als Bäcker davon profitieren, weil wir damit Kunden an uns binden können.“ Aktiv müssen die Bäcker auch auf dem Ausbildungsmarkt werden. Die derzeit 17 Innungsbetriebe beschäftigen je einen Bäcker und sechs Fachverkäuferinnen im ersten und zweiten sowie sieben Bäcker und neun Fachverkäuferinnen im dritten Lehrjahr. Zusätzlicher Personalbedarf entsteht laut Kreishandwerksmeister Harald Volkwein, weil die Glockenbäckerei in Bergkirchen (Landkreis Dachau) Fachkräfte aus den kleinen Bäckereien abziehe. „Das müsste man durch mehr Ausbildung auffangen“, so Volkwein, der aber auch die Probleme sieht, Auszubildende zu finden. Nau will deshalb verstärkt an die Schulen gehen, um dort für Praktikas und eine Ausbildung im Bäckerhandwerk zu werben. Einstimmig beschloss die Versammlung eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrags um 50 auf künftig 200 Euro. Darüber hinaus wird ein Promill der Lohnsumme als Beitrag fällig, so dass größere Betriebe etwas stärker belastet werden, als kleinere. Mit den Mehreinnahmen soll die Arbeit des ehemaligen Obermeisters Franz Höfelsauer finanziert werden, der nach wie vor in der Kreishandwerkerschaft kräftig Hand anlegt. Höfelsauer wurde in der Sitzung außerdem für seine zwanzigjährige Tätigkeit als Obermeister (1994 bis 2014) durch Peter Mück vom Landesinnungsverband geehrt. Neben eine Urkunde bekam Höfelsauer auch einen Krug. „Der kriegt bei mir zu hause einen besonderen Platz“, sagte der Geehrte. „Er erinnert mich immer wieder an 20 schöne Jahre.“

 Andreas Daschner

 

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