Nach langem Prozess Wunsch erfüllt

Barrierefreie Regionalbushaltestelle in Marthashofen eingeweiht

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Bitte alles einsteigen: Die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler und die anderen Gäste testen die neue Linie 820.

Über eine neue, barrierefreie Haltestelle verfügt Marthashofen in der Gemeinde Grafrath seit 2. Juli. Von dort bindet die MVV-Regionalbuslinie 820 den Ortsteil Wildenroth jetzt an den öffentlichen Nahverkehr an.

Grafrath - Montag bis Samstag im 30 Minuten-Takt geht es von Seefeld-Hechendorf (S) – Inning – Grafrath (S) – Buchenau (S) Süd – nach Fürstenfeldbruck. An Schultagen halten hier die MVV-Regionalbusse der Linie 803 (Inning, Marktplatz – Grafrath, Schule – Schöngeising, Bahnhofstraße). Mit der offiziellen Inbetriebnahme dieser Haltestelle geht für viele Grafrather ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. „Ein spannender und nicht immer einfacher Prozess war die Umsetzung des Vorhabens aufgrund der Hangsituation, dem begrenztem Flächenangebot und ausgebuchter Baufirmen.

Kosten für beide Haltepunkte liegen bei 90.000 Euro

"Mehrmals hat der Gemeinderat sich der Sache angenommen, bevor das Planungsbüro Lais loslegen konnte“, erzählte Bürgermeister Markus Kennerknecht. Zuständig für den Bau und Unterhalt von Haltestellen sind die Kommunen. Für die beiden Haltepunkte sind Kosten in Höhe von etwa 90.000 Euro entstanden, wovon ein Drittel die Gemeinde trägt. Die anderen Drittel kommen vom Freistaat Bayern und der Grundstücksverwaltung Marthashofen. Das Altenwerk Marthashofen bietet viele Einrichtungen an. Besucher und die Beschäftigten dürfen sich jetzt mit der Linie 820 über eine Regionalbusanbindung mit kostenlosem WLAN auch landkreisübergreifend zwischen Fürstenfeldbruck und Starnberg freuen. 

800 Haltepunkte im Landkreis

Der Freistaat Bayern hat gesetzlich festgelegt, dass das ÖPNV-Angebot vollständig barrierefrei zu gestalten ist. Neben Informationen und Fahrzeugen gehören dazu auch Haltestellen. Der Kreistag hat 2017 beschlossen, den Nahverkehrsplan des Landkreises fortzuschreiben. Ein Kernziel in der Planung wird sein, die Städte und Gemeinden beim Ausbau der Barrierefreiheit zu unterstützen, beispielsweise mit der Festlegung einheitlicher Standards. Im Landkreis gibt es rund 800 Haltepunkte. „Bis 1. Januar 2022 werden sicher nicht alle barrierefrei ausgebaut sein können, aber mit Marthashofen ist ein wichtiger Anfang gemacht“, lobte Herbert Sedlmeier, Beauftragter für Menschen mit Behinderung im Landkreis.

red.

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